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15. Februar 2007

Regierung zeigt keine Eile zur Gesetzesänderung Camripping in Kanada

Die konservative Regierung scheint nicht in Eile zu sein wenn es darum geht, die Camripper in ihrem Land härter zu bestrafen. Zwar bekamen sie Anfragen von Lobbyisten der Kinoindustrie und ihnen wurde aus Hollywood vorgeworfen, sie würden wegen der aktuellen Gesetzeslage den Fimverkauf in Kanada schwierig gestalten. Aber Justizminister Rob Nicholson ist der Meinung, die Gesetze wären bislang streng genug.

Die Höchststrafe beträgt eine Million kanadische Dollar und fünf Jahre Gefängnisstrafe für Camripping. Allerdings, und das ist der Teil des Gesetzes den man in Hollywood härter sehen möchte, nur dann wenn die Filme auch kommerziell vertrieben werden. Angeblich wäre Kanada eines der Hauptquellen für illegale Mitschnitte von Kinofilmen, nebst China und Russland. Von dort würden angeblich 20% aller Kopien kommen, man wäre für einen Verlust von $118 Millionen Dollar alleine in 2005 verantwortlich. Michael Geist, ein Juraprofessor der Universität von Ottawa sieht die Sachlage anders. Seiner Meinung nach ist es nicht bewiesen, dass sein Land tatsächlich so dominant im Raubkopierermarkt vertreten wäre.

Bei genauerer Betrachtung sind die verzweifelten Versuche der Filmindustrie das Camripping einzuschränken schon nachvollziehbar. Es dauert nur wenige Stunden bis ein kostspieliger und gleichzeitig abendfüllender Kinofilm vom Vorführraum eines Kinosaals bei den ersten ftp-Servern der Warezszene und wenig später bei den Seiten der Torrent-Tracker und damit zur Masse der potentiellen Endkunden respektive Kinobesucher vorgedrungen ist. Der Versuch die Politiker unter Druck zu setzen scheint aber nicht die effektivste Methode zu sein. Der Justizminister ließ verlauten, er hätte auf seiner Agenda für Gesetzesänderungen bereits massig andere Vorschläge, die in den nächsten Monaten auf ihre Abarbeitung warten würden. Wenn man jeden Tag ein neues Problem angehen will oder auf ein anderes Thema angesprochen wird, ist man seiner Meinung nach stark in der Bedrohung sich zu verzetteln was zur Folge hätte, dass nichts mehr voran geht.

Wenn der Fortschritt in der Handytechnologie in dieser Form fortschreitet, wird man zukünftig am Kinoeingang Leibesvisitationen durchführen müssen um zu verhindern, dass einer der Besucher mit seinem Handy den Film in guter Qualität mitschneidet. Ob das dann der Weisheit letzter Schluss ist?

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