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05. Juni 2008
Realtime Generation Festival, Ausstellung, Vorträge, Open Air Kino und mehr[d]vision ist ein Verein, der schon länger existiert. Ein paar Mitglieder der Wiener Demoszene machten es sich Jahre nach der Gründung des Vereins zur Aufgabe, dort die erste Ausstellung zu organisieren, die auch primär von Mitgliedern der Demoszene getragen wird. Aus dem ursprünglichen Vorhaben ist eine Mischung aus Demoparty, internationalem Festival, Kino und einer eigenen Vortragsreihe geworden. Im Museumsquartier wird ab dem 4. 07. die Ausstellung geöffnet sein, die eigentliche Party findet aber erst vom 18. bis 20. Juli im Metalab statt. Das übliche Demowatching und zahlreiche Liveacts mit Gameboy- und 8-bit-Musikern dürfen aber natürlich auch nicht fehlen. Der Ort des Geschehens erscheint für ein solches Happening geradezu ideal. Am Museumsquartier in Wien haben sich sowieso zahlreiche Künstler und Vereine angesiedelt, Informatikstudenten gibt es in Wien zuhauf, mit dem Verein rund um das Metalab hat sich in Wien eine alternative Hackerkultur etabliert, auch die nächste Kunsthochschule ist von dort nicht allzu weit entfernt. Die Bedingungen im Vorfeld waren ehrlich gesagt alles andere als optimal. Von einer zusammenhängenden Szene konnte in Österreich bis vor einigen Monaten keine Rede sein. Doch die neuen Akteure von [d]vision schafften das scheinbar Unmögliche und konnten mit ihren monatlichen Treffen die Ehemaligen und die jetzt aktiven Mitglieder der Szene zusammenführen. Gäste aus ganz Europa wurden in den letzten Monaten eingeladen, um dem Publikum in Wien anschaulich zu zeigen, was die Demoszene war und was sie heute noch ausmacht. Der Kölner Dipswitch referierte im Februar über die in den 1990ern aktiven Bulletin Board Systems und über die ASCII- und ANSI-Szene. Der Norweger Grafiker Archmage von Andromeda führte die Zuhörer in die Vergangenheit der Amiga Demos ein und zeigte eindrucksvoll, dass man, entsprechendes Talent vorausgesetzt, auch heute noch mit Erfolg auf die früheren Erfahrungen aufbauen kann. kRadD von .tScc. erläuterte den Zuschauern im Verlauf seines Vortrages die Atari-Szene, der Ungar boyC von Conspiracy erklärte, wie 64k Intros auf dem PC erstellt werden. Das sind aber bei weitem nicht alle Gäste der regelmäßig organisierten Vortragsreihe, die schon im Vorfeld für einigen Wirbel sorgen konnte.
Natürlich muss man trotz zahlreicher Ankündigungen in Portalen und Webseiten zunächst abwarten, wie das Publikum in und um Wien herum diese Veranstaltung annehmen wird. Fest steht allerdings, schon jetzt konnte das Vorhaben für mehr Zusammenhalt in der Szene sorgen und dabei helfen, viele Hürden zu überwinden. Auch hat so mancher Aussteiger dadurch wieder Lust bekommen, seinen Assembler, sein Musik- oder Grafikprogramm nach langer Zeit wieder zu starten. Alle weiteren Details der Veranstaltung können der offiziellen Website entnommen werden.
Video: Realtime Generation Vienna Festival Invitation by Fairlight, ASD, Alcatraz & [d]vision Verwandte News
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