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29. Juni 2007

Razzia im Unternehmen Mitarbeiter tauschten Musik im Intranet

Man fühlt sich an Denunzianten-Kampagnen der BSA erinnert: Zum ersten Mal fand in einem britischen Unternehmen eine Razzia statt, weil im Intranet mp3-Files für die Mitarbeiter zugänglich waren.Von einem "Filesharing-Ring" spricht der Verband der britischen Phonoindustrie, der damit wohl die Gleichsetzung eines internen Fileservers mit weltweitem Filesharing sowie die Assoziation zum organisierten Verbrechen schaffen will.

Zwei Monate lang wurde laut BPI ermittelt, nachdem ein ehemaliger Beschäftigter der britischen Honeywell einen Tipp gegeben hatte. "Tausende von Musikdateien" seien illegal getauscht worden, so die BPI. Das Unternehmen "kooperiere uneingeschränkt mit der Polizei", bei Honeywell würden laut einem Sprecher "Copyright-Verstöße sehr ernst genommen", entsprechende Richtlinien seien in Kraft, die firmeninterne Piraterie verhindern sollen. Während der Razzia wurden Kopien der Festplatteninhalte zahlreicher Firmencomputer angefertigt, die nun einer forensischen Analyse unterzogen werden sollen.

Die BPI betonte selbstverständlich auch, dass "Filesharing am Arbeitsplatz illegal" sei, ungeachtet der Tatsache, dass die Weitergabe einer Datei an einen Arbeitskollegen durchaus im Bereich der Privatkopie liegt - Freunden und Familienangehörigen darf man bekanntermaßen noch legal Kopien weitergeben, wird dabei kein Kopierschutz umgangen. Dass es in Unternehmen auch Freundschaften geben kann, können sich offenbar einige Angehörige der Phonoindustrie nicht vorstellen.

Der übliche Nonsense durfte natürlich nicht fehlen: neben den rechtlichen Risiken würde der Datentausch am Arbeitsplatz laut BPI-Sprecher Geoff Taylor natürlich auch die "Netzwerksicherheit gefährden". Dass es einer Intranetfreigabe vollkommen egal ist, ob sie .doc- oder .mp3-Files enthält, scheint die BPI auch noch nicht wirklich begriffen zu haben. Ironischerweise könnten .doc-Dateien gar Makroviren enthalten, mp3s hingegen nicht. Aber man kann von einem Vertreter der Phonoindustrie nun wirklich nicht verlangen, diesbezüglich ernstzunehmende Kompetenz aufweisen zu können.

Natürlich schränke der firmeninterne Musiktausch laut BPI auch die Produktivität ein. Wie produktiv es ist, wegen eines vermutlich verärgerten Ex-Mitarbeiters einmal den Betrieb lahmzulegen, "forensische Analysen" von mp3-Dateien anfertigen zu lassen und Polizei wie Mitarbeiter durch Ermittlungen, Assistenzdienste und der Verfassung von Berichten von sinnvoller Arbeit abzuhalten, erklärte Taylor erwartungsgemäß nicht.

  • kann gelöscht werden

    Wandang am 30.06.2007 14:00
  • ein komprimierter haufen inkompetenz und $-augen... sowas schimpft sich hilfsbereit OMG SRY wegen 3fachpost! wurde die ganze zeit ausgegeben, dass das board imo off is.. also hab ichs öfter versucht

    Wandang am 30.06.2007 14:26
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