Mindestens eine unverschlüsselte HD bei Operation Boxenstopp beschlagnahmt
Operation Boxenstopp: Einen größeren Schlag gegen Filmreleaser und -verbreiter führte die Polizei heute gegen die "internationale Raubkopiererszene". Neben dem Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen, wo ca. 50 Objekte durchsucht wurden, erstreckten sich die Haussuchungen pikanterweise auch auf die Geschäftsräume der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen GVU - die Durchsuchung selbst wurde von der GVU mittlererweile bestätigt, über die Gründe schweigt man sich bei der GVU selbst noch aus - die Gerüchteküche brodelt natürlich, beliebteste These: die GVU könnte sich mit dem Aufstellen von Honeypots selbst in seichte juristische Gewässer begeben haben. Dies wird von Informanten aus dem Umfeld der GVU gestützt: mindestens einer der beschlagnahmten Server mit dem Namen IoH sei mit Unterstützung von GVU-Mitarbeitern betrieben worden - und mit dem Wissen der GVU-Geschäftsführung.
Die Szene dürfte vorerst zu tun haben: mindestens eine der beschlagnahmten Platten des Sunshine Island-Servers war nicht encrypted, entsprechend wird zur Löschung von allen mit dem betroffenen Siteop verbundenen Daten und Zugängen aufgerufen (und einmal mehr zum flächendeckenden Crypten der eingesetzten Platten aufgerufen).
Ärgerlich ist der Zwischenfall für die Szene in zweierlei Hinsicht - bereits Ende 2005 wurde in der Szene vor Informanten gewarnt, die sich in den Crews hocharbeiten wollten, auch das flächendeckende Encrypten der Festplatten war bereits nach der Operation Site Down angesagt: die Sicherheitsvorkehrungen nach dem letzten Bust wurden jedoch offenbar nicht so vollständig umgesetzt, wie es nötig gewesen wäre.
Auch international dürfte die Aktion nicht folgenlos bleiben: Neben Haussuchungen in Deutschland fanden solche auch in den Niederlanden, Österreich, Polen und Tschechien statt. Interpol wurde über weitere Tatbeteiligte in mehreren EU-Staaten, Israel, den USA und Kanada unterrichtet, auch dort seien Ermittlungen angesetzt worden.
Am folgenreichsten könnte nichtsdestotrotz die gesamte Aktion für die GVU werden. Auch für Privatorganisationen, die sich gerne als die Hüter der Gesetze gerieren, gelten dieselben: und mit einer Unterstützung der Releaser mit Hardware oder gar Medien würde sich ausgerechnet die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen strafbar gemacht haben - offenbar gar mit dem Segen der Industrie, denn angeblich seien zumindest einige Unternehmen ebenfalls in die GVU-Aktion eingeweiht gewesen. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen ermittelt: anhand bei der GVU beschlagnahmter Akten soll nun geklärt werden, ob die GVU tatsächlich am Betrieb des IoH-Servers mit beteiligt war.
Das erste Mal wäre es nicht, dass die selbsternannten Piraterieverfolger selber die Warez uppten. Das schwedische GVU-Äquivalent Antipiratbyran stellte auch schon Server und uppte den Stuff für die Szene fleißig mit.
hat jemand eine aufnahme vom c't magazin von heute? HR fernsehen 21.1.06, 12:30 Uhr Groß-Reinemachen Razzia gegen Raubkopierer und GVU stream kommt erst am mittwoch
Minirip des C't Beitrags: http://sceneworld.net/download.php?i...gL5sUYPaSCeQzx
danke
Zitat: Zitat von Mad-Frsh Hi, @BadMaster20 das pw funtzt. achte dadrauf das du beim kopieren nicht ein leerzeichen hinten noch stehen hasst. Hey es geht ja schon wieder gut. Heute released: Zurueck.nach.Dalarna.DVDRiP.MD.German.SVCD-AOE Grüße Mad-Frsh Zurueck.nach.Dalarna.DVDRiP.MD.German.SVCD-GVU müsste es wohl eher heissen