|
27. Juli 2006
Raubkopierer sind Verbrecher Kampagne wird etwas weniger geschmacklosFehler einzugestehen fällt der Zukunft Kino Marketing in ihrer "Raubkopierer sind Verbrecher"-Kampagne offenbar schwer. Mit Bodypainting-Motiven will die Kampagne auf ihr neues Motto "Raubkopierer können sich nicht verstecken" aufmerksam machen, was gegenüber unverhohlener Vergewaltigungsfantasien von Knastinsassen durchaus einen Fortschritt darstellt. Mit "Spezial-Behandlung statt Special Features" kann man indessen nach wie vor geschmacklose E-Cards von der hartabergerecht-Webseite verschicken. Schwerpunktmäßig soll die neue Kampagnenwelle jedoch vor allem auf die laut ZKM nicht existierende Anonymität im Netz aufmerksam machen. Jan Oesterlein, ZKM-Geschäftsführer: "Es ist uns wichtig, mit der aktuellen Info-Tour erneut in den direkten Dialog zu treten und auf anschauliche, aber auch humorvolle Art deutlich zu machen, dass Raubkopierer nicht auf die angebliche Anonymität des Internets zählen können."
Dass die Lage unverändert dramatisch sei, versucht die ZKM auch mit Studienergebnissen zu untermauern, die indessen wenig verblüffen. Jeder Film mit mehr als 50.000 Besuchern zum Startwochenende sei auch im Internet kostenlos zu beziehen, klagt die ZKM und man wundert sich über die späte Einsicht. Spannender ist allenfalls das Studienergebnis, dass doch nur ein Drittel aller Kinofolme prereleased werden würden. Das alles verursacht laut ZKM natürlich immense Schäden: "Den Film "Ice Age 2 – Jetzt taut's" besuchten am ersten Wochenende 2.395.588 Personen, zusätzlich wurde er 121.894 Mal via BitTorrent illegal downgeloadet." So die Studie, die von der ZKM zur Illustration der fatalen Folgen des Datentausches herangezogen wird. Wahrhaftig erschreckende Zahlen. Verwandte News
Trackbacks
|