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11. April 2006
Radiosender verunsichert Bestechungsermittlungen beeinträchtigen die ProgrammvielfaltDer New Yorker Staatsanwalt Spitzer ermittelt wegen Bestechungen bei Radio-DJs. Aus diesem Grund verflache nun das Radioangebot weiter, klagen die Sender. Kein DJ traue sich mehr, Musik jenseits des Mainstreams zu spielen - man könnte ja Bestechung vermuten. Komisch jedoch: die Affäre dreht sich um mutmaßlich bezahlte Rotationen für Jessica Simpson und Avril Lavigne - zwei Künstlerinnen fernab des Massenmarkts? Gegen den Senderbetreiber Entercom hatte Gegeralstaatsanwalt Elliot Spitzer eine Payola-Klage eingereicht: angenommen wird, dass Liz Phair, Jessica Simpson und Avril Lavigne leicht häufiger als üblich gespielt wurden, im Gegenzug sei Geld geflossen. EIner der Lavigne-Tracks sei in der Folge bis zu 109 mal in der Woche gespielt worden. Innerhalb der Sender seien seit dem Sony-Bestechungsskandal von 2005 und im Zuge der jetzigen Ermittlungen Untersuchungen auf mögliche Korruption angestellt sowie Geschenk- und Zahlungsmodalitäten geprüft worden. Die Folge sei nun jedoch größte Verunsicherung uinter den DJs, die sich nun unter anderem auch nicht mehr trauen, Promotion-Aktionen durchzuführen, beispielsweise Verlosungen von CDs oder Konzerttickets - es könnte ja Bestechung dahinterstehen. Der Trend gehe in Richtung weiter verstärkter Homogenisierung und Beschränkung auf den Mainstream. Eine völlig paradoxe Reaktion: eben aufgrund der massiven Rotation solcher Titel wurden die Ermittlungen aufgenommen. Verwandte News
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