Probleme gehyped, Dienste selbst angeboten
Filesharingtraffic wird in jüngster Zeit gerne als Problem gehyped: über die Hälfte des Netztraffics sei inzwischen auf Filesharingapplikationen zurückzuführen, die Qualität anderer Netzdienste leide darunter, so die häufige Klage von Serviceprovidern und Backbonebetreibern. Trafficshaping und P2P-Filter seien die Lösung. Das sei alles stark übertrieben, halten Qwest und Verizon dagegen.
"Ich sah, dass der Traffic deutlich unter dem liegt, was manche in der Industrie beschreiben. Ich meine, man hört Behauptungen, dass P2P-Traffic deutlich zweistellige Anteile hätte, und es war nicht mal nah dran".
Skeptisch gegenüber den Klagen sollte auch die oft gegenteilige Praxis vieler Anbieter machen. Dem Hype um P2P-Trafficprobleme steht die eigene Nutzung der missliebigen Protokolle gegenüber. AOL USA bietet einen P2P-basierten Videodienst an, ntl liefert Content per P2P an die Kunden aus, und Sandvine, die selbst Produkte zum Trafficshaping anbieten, empfehlen Breitbandprovidern, ins VoIP-Geschäft einzusteigen. Eins der beliebtesten Protokolle dafür: Skype. Es basiert auf dem KaZaA-Protokoll FastTrack.