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01. September 2008
Québec FACIL klagt Regierung wegen Kauf von Microsoft Produkten anDie Organisation FACIL (FACIL, pour l'appropriation collective de l'informatique libre) möchte den Softwareeinkauf der Regierung von Quebec von einem unabhängigen Gericht überprüfen lassen. Der Einkauf sei ohne eine vorausgegangene öffentliche Ausschreibung getätigt worden, so FACIL. In einem Pressebericht wurde erwähnt, dass die Regierung neben den proprietären Produkten von Microsoft auch Einkäufe bei Oracle und weiteren internationalen Unternehmen getätigt habe, ohne den Anbietern von Freier Software eine Wettbewerbschance einzuräumen. Die kanadische Organisation FACIL ist für ihre Förderung Freier Software auch über die Grenzen Nordamerikas hinaus bekannt. Der getätigte Großeinkauf der Regierung der Provinz Québec, ohne eine vorausgegangene Ausschreibung, scheint FACIL besonders aufzuregen. Besonders schwerwiegend ist die Tatsache, dass die Regierung bei der Aktion selbst gegen die eigenen Beschaffungsvoraussetzungen verstoßen hat. Nun wollen die Mitglieder der Organisation vor Gericht ziehen und den Fall von der Justiz entscheiden lassen. Die Regierung von Québec argumentiert dagegen und bedient sich einem rechtlich legitimen Schlupfloch. Laut dem kanadischen Gesetz besteht die Möglichkeit für Behörden, proprietäre Softwarelösungen beim Anbieter selbst zu bestellen. Dies ist aber nur dann juristisch lupenrein, wenn es in Kanada keine anderen Alternativen gibt. FACIL ist bei diesem Argument der Ansicht, dass sich die Regierungsbehörde dieses Schlupfloch die längste Zeit zunutze machen konnte. Eine Veränderung der juristischen Grundlage müsse schnellstmöglichst erwirkt werden. Anstatte den örtlich ansässigen Anbietern von Freier Software einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen sollen in der Zeit von Februar bis Juni mehr als 15 Millionen Euro für Software aus dem Hause Microsoft ausgegeben worden sein. FACIL wird bei seinem Vorhaben von der Canadian Association for Open Source bekräftigt. Durch das angestrebte Gerichtsurteil soll es künftig den Behörden untersagt sein, sich auf die Ausnahmeregelung bei der Anschaffung von Software berufen zu dürfen. Insbesondere weisen die Mitglieder der kanadischen Organisation dabei auf die einschlägigen Erfolge im Einsatz von Freier Software in Frankreich und den Niederlanden hin. Die Provinz Québec im Besonderen und Kanada im Allgemeinen weisen diesbezüglich einen enormen Nachholbedarf auf. (gS-)
(via blorge.com, thx!) Verwandte News
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Zitat: Zitat von Ghandy Und im Umkehrschluss ist alles, was nicht aus Redmond kommt, also "Frickelsoftware" !?! Sorry, aber das ist ausgemachter Quatsch! Vor Betätigen des "Antworten" Buttons das Gehirn einschalten, bitte! OMG du boon, das hat Microsoft doch schon vor Jahren gesagt! Zitat: Bezahlte Entwickler stehen einfach unter höherem Druck, die Korrektheit ... alter_Bekannter am 02.09.2008 14:25
Zitat: Zitat von ikja erstens integration, zweitens haftung, drittens support (ms wird da schon jede menge leute bereitstellen, wenn ne regierung das ticket ausgelöst hat, das ist aber eher ein spekulativer grund), viertens image, fünftens planungssicherheit (konkursgefahr), sechstens und mit am wichtigsten: anwender müssen sich nicht/gering umstellen, und wenn ich mir hier einige behörden und deren altersdurchschnitt ... Tyranastrasz am 02.09.2008 16:05
Anti Linux heise.de Trolle jetzt auch hier bei Gulli? GFXman am 02.09.2008 17:04
Zitat: Zitat von alter_Bekannter OMG du boon, das hat Microsoft doch schon vor Jahren gesagt! und die erste Verkaufsversion von Windows XP war deiner Meinung nach hochqualitativ?! O.o (Ja ich reite immernoch darauf rumm wenn jemand so einene Kommentar bringt) Das hat überhaupt nichts mit Windows/Linux-Bashing zu tun. Ich arbeite selbst als Entwickler und weiß, dass ich für mein ... Sleepy_Bo am 03.09.2008 20:05
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