Das Magazin Macworld hat einen nagelneuen Psystar "OpenMac" getestet. Die offene Hardware, auf der angeblich die komplette Apple Software problemlos laufen soll, würde angeblich nicht richtig funktionieren. Mängel gab es bei der Hardware, wie auch bei der Benutzung des Betriebssystems. Von anderen Qualitäten der Mac Computer, wie beispielsweise dem Design, mal abgesehen.
Die Redakteure des Magazins Macworld wollten den Psystar OpenMac einem Leistungstest unterziehen. Daher haben sie einen Open Mac mit respektablen Leistungsmerkmalen direkt über die Psystar Webseite bestellt. Frei Haus geliefert werden sollte ein Computer mit 2.2GHz Intel Core 2 Duo Prozessor, 2GB 667MHz RAM-Speicher und einer 250GB Festplatte. Um noch ein wenig zu protzen, haben sie die integrierte Grafikkarte von Intel noch durch eine Nvidia GeForce 8600GT im Wert von 110 Dollar getauscht, auch um beide Grafikkarten zu testen.
Nach einer erheblichen Lieferverzögerung rief die Redaktion bei Psystar an. Dort wurde ihnen dringend empfohlen, einen Mac OS X vorinstallierten Computer zu bestellen - für einen Aufpreis von 155 Dollar. Die Begründung war, dass die Installation von Mac OS X auf dem OpenMac nicht vergleichbar sei mit der Installation von Windows oder Linux auf herkömmlichen PCs, sondern ein sehr komplizierter Prozess.
Der also mit OS X vorinstallierte Rechner wurde ohne Umverpackung in einem Karton geliefert, der gefüllt war mit luftgefüllten Plastikbohnen. Bei der ersten Inbetriebnahme gab der Lüfter einen erheblichen Geräuschpegel von sich. Nach Öffnen des Gehäuses wurde das Stromversorgungskabel, das sich fast im Lüfter befand, sicher im Gehäuse verlegt. Dennoch änderte dies nichts an der Lautstärke des Lüfters. Beim ersten Hochfahren wurde zwar gefragt, ob die angeschlossene Festplatte als TimeMachine-Update Gerät genutzt werden soll, im praktischen Einsatz aber gab es statt eines Backups nur Fehlermeldungen. Auch Updates für Mac-Software oder auch das Betriebssystem ließen sich nicht automatisch installieren, sondern mussten einzeln manuell erfolgen, wie man das von PC-Systemen gewohnt ist.
Das Fazit der MacWorld-Redaktion: Wenn der Open Mac das Ziel hat, die Mac-Usability und das "Look and Feel" billiger anzubieten, sind sie auf ganzer Linie gescheitert. Eher würde es sich um einen Hardware-PC handeln, auf dem man mehr oder minder das Mac Betriebssystem zum Laufen gebracht hat.
Das dürfte in etwa vergleichbar sein mit der Situation, wenn hartnäckige BMW-Fans einen Skoda oder sowas testen ...
Zitat: Zitat von Wulk Das dürfte in etwa vergleichbar sein mit der Situation, wenn hartnäckige BMW-Fans einen Skoda oder sowas testen ... Oder als damals im Fernsehen ein Becks Stammtisch aufgefordert wurde das Pils von A&P zu probieren. Alle fanden das Bier schrecklich und untrinkbar. A&P wurde aber bei Becks hergestellt und bestand auch aus 100% Becks Pils.