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29. Juni 2007

Privatunes Vorsicht, iTunes-Tracks werden nicht komplett anonymisiert

Die Freude war groß, als Apple endlich DRM-freie Tracks im iTunes-Shop ankündigte. Lang währte sie nicht - die unkastrierten Songs sind einerseits teurer, und als bekannt wurde, dass Käufer-ID und Mailadresse in die gekauften Tracks eingebettet werden, war der Ärger groß. Privatunes verspricht die Entfernung von ID und Username, die EFF warnt nun jedoch, dass damit nicht alle individuellen Daten aus den Files entfernt würden.

Es gibt weitere Bereiche in den markierten Files, die von dem kürzlich releasten Tool nicht überschrieben werden. Gleiche Titel, von unterschiedlichen Kunden gekauft, weisen dort unterschiedliche Daten auf. Die EFF nennt explizit die Felder "sign" und "chtb", die individuell in jedem Track eindeutige Kennungen aufweisen.

Privatunes überschreibt darüber hinaus die Namens- und ID-Felder nur mit Leerzeichen, wodurch die Länge von ID und Mailadresse erkennbar bleibt. Auch diese Löschtechnik sollte laut EFF in kommenden Versionen verbessert werden.

Dessen ungeachtet bleibt die Frage offen, inwieweit solche IDs in irgend einer Form beweiskräftig sein sollen. Zwar warnt die EFF davor, dass nach dem Auftauchen entsprechend gekennzeichneter Tracks in Tauschbörsen möglicherweise Klagen und Forderungen nach Datenherausgabe durch die Labels oder Verbände folgen könnten, jedoch wird es - zumindest in Deutschland - schwierig werden, persönliches Verschulden nachzuweisen. Der iPod ist ein gern gestohlener Player, darüber hinaus ist es fragwürdig, ob jedem iTunes-Kunden zuzumuten sei, permanent Sorge dafür zu tragen, dass garantiert niemand an einen der geshoppten Tracks kommt und diesen kopiert. Bereits ein von Familienmitgliedern zugänglicher Rechner, ein liegen gelassener USB-Stick oder ein versehentlich freigegebener Ordner auf der LAN-Party reicht ja dafür aus, dass Files schnell die Runde machen könnten.

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