|
28. März 2007
Privatsphäre schützen per Design Report fordert verantwortungsvolle EntwicklerEin Report der britischen Royal Academy of Engineering (RAE) bringt Softwareentwickler in eine pikante Zwickmühle. Den von Politik, Strafverfolgern und Medienindustrie geforderten Überwachungswünschen steht die Forderung entgegen, Entwickler sollten Verantwortung dafür übernehmen, dass die Privatsphäre ihrer Nutzer geschützt bleibe. Entsprechend sollten Systeme auch gestaltet werden. Angesichts der Datensammelwut von Behörden und Unternehmen sieht der Report eine "Pflicht" als gegeben an, dass Computersysteme die persönlichen Daten ihrer User schützen sollen. "Genauso, wie Sicherheitstechnik in der Automobilindustrie integriert wurde, müssen Techniken zum Schutz der Privatsphäre in Systeme und Dienstleistungen integriert werden, die auf der Preisgabe persönlicher Daten basieren ... ID-Systeme können so gestaltet werden, dass wichtige Informationen geprüft werden, ohne überflüssige Daten weiterzugeben oder eine Datenspur zu hinterlassen, die das Verhalten von Einzelnen protokolliert." Ziel der RAE ist eine öffentliche Debatte über Informationstechnologie und ihre Rolle für Privatsphäre und Datenschutz. Zu diesem Zweck wurde die Studie erstellt, die aus technischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive die anstehenden Probleme und Verantwortlichkeiten darstellt. Der Ausblick ist hingegen wenig ermutigend: die Analysten gehen von der Transformation des öffentlichen Lebens in eine Art "Google-Space" aus. Ursache: steigende Kameraüberwachung und billige Speicher- und Rechenkapazität. "Digitale Überwachung bedeutet, das dem unbegrenzten Speichern von Bildmaterial und der Verbesserung von Bildersuchen zusammen mit Gesichtserkennung keine Grenzen mehr gesetzt sind und damit das Suchen nach konkreten Personen ermöglicht wird ... Das wird eines Tages eine "Google-Raumzeit" schaffen, in welcher der Aufenthaltsort jeder Person zu jeder Zeit gefunden werden kann." Verwandte News
Trackbacks
|