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26. Juni 2008

Prince Verklagt Musiker für Geburtstags-CD zu seinen Ehren

Die Geschehnisse um den Musiker Prince und seine oftmals kontroverse Haltung wie man mit Musik umgeht, werden nicht weniger. Erst kürzlich hat er detaillierte Einblicke preisgegeben, wie der Verkauf von Platten ablaufen soll. Des Weiteren schreckte er auch nicht davor zurück, Privatpersonen und Unternehmen wie eBay und YouTube vor Gericht zu zerren. Angeblich hätten diese eindeutig gegen die Copyright-Bestimmungen verstoßen. Nun will er eine Gruppe Musiker verklagen, weil diese ihm zu seinen Ehren eine Geburtstags-CD aufnahmen.

Prince etwas recht zu machen scheint wirklich extrem schwer bis unmöglich zu sein. Böse Zungen bezeichnen ihn bereits als einen Anti-Fan, dessen Ruf immer mehr den Bach runter geht. Der Ausgangspunkt der Misere waren mehrere Klagen gegen Fan-Seiten.

Dort gab es, wie für Fan-Pages üblich, zahlreiche Bilder von ihm zu sehen. Man möchte vermuten, es müsste ihn eigentlich freuen, wenn seine Fans eine Webseite erstellen. Doch dem war nicht so. Er sah die Wahrung seines Rechts nicht als gegeben an, weil diese Fotos und Albumcover ohne Erlaubnis veröffentlicht wurden. Das Szenario hätten sich die Betreiber der Webseiten sicher in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt, denn eine solche Fan-Sites dienen ja indirekt dem Umsatz des Musikers. Diese Tatsache war für Prince völlig belanglos. Ebenfalls erwähnenswert sind die Ansprüche, die Prince gegen YouTube und eBay stellt. Dabei handelt es sich um Plattformen, die Material lediglich anbieten, aber wenig mit dem Upload der Videos, beziehungsweise den verkauften Waren am Hut haben. Auch dies spielte für Prince keine Rolle, hier schien für den Künstler lediglich Gewinnmaximierung im Vordergrund zu stehen.

Im aktuellen Fall sind über 50 norwegische Musiker betroffen, die sich anlässlich seines 50. Geburtstag versammelten um ihm zu Ehren ein Album aufzunehmen. In Kooperation mit einem Musiklabel sollte die Aktion für Prince eine große Überraschung werden. Wer fühlt sich da nicht geschmeichelt? Mehr als 81 Cover-Songs sollten auf der Scheibe landen. Dummerweise glaubte das Label, man müsse keine Abgaben pro Song machen, weil man selbst keinen Gewinn damit erzielen wollte. Nachdem er sich dieses Werk zu Gemüte führte, the artist formerly known as, princeschien er sichtlich verärgert darüber zu sein. Die fast schon logische Folge kam prompt: eine Klage. Er besteht sogar darauf, dass alle Kopien des Albums, die bereits angefertigt wurden, eingestampft und zerstört werden sollen. Pro Song wären regular 10 Cent Abgaben fällig gewesen, also acht US-Dollar pro Album. Offensichtlich hat Prince kein gesteigertes Interesse mehr an seinem Publikum. Er wird sich demnach auch nicht wundern, wenn ihm die Anhänger in Scharen davon laufen. Bezüglich seiner regelrechten Prozeßwut gibt es scheinbar keine Grenzen.

(via techdirt)

  • 18 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von abs2003 gibts ein paar webdesigner unter uns? ich würd mich über ne leere seite freuen, im header "the unoffical fanpage of prince" und darunter einfach nix. fänd ich geil! Und dafür brauchst Du einen Webdesigner Sowas schreibe ich Dir nachts um drei mit Filzstift auf eine Küchenrolle @ Hyde:Jekyll Genau die richtige Einstellung Es ist mir doch egal, was die Musiker in ...

    Schattenlos am 30.06.2008 15:27
  • hey schattenlos, natürlich brauchste dafür ein webdesigner, das soll doch professionell aussehen. comic sans etc. ps: ich glaub du hast die ignorie in meinem beitrag überlesen

    abs2003 am 30.06.2008 15:57
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