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29. Februar 2008
Premiere NDS soll eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz zahlenEiner der Kläger des angestrengten Verfahrens ist der Verschlüsselungsanbieter von Premiere Nagrastar. Die Firma ist aus einem Joint Venture zwischen Echostar und der Schweizer Kudelski-Gruppe hervorgegangen. Dem Verschlüsselungsanbieter NDS mit Sitz in Großbritannien und den USA wird vorgeworfen, sich in den USA die Hilfe von Hackern eingekauft zu haben, um eigene Unzulänglichkeiten bei der Verschlüsselung zu vertuschen. NDS soll letztendlich den Nagravision-Hack gegen Bezahlung in Auftrag gegeben haben, um die Codes der Smartcards an die Schwarzseher aller Länder zu verteilen. NDS, einer Murdoch-Tochter wird vorgeworfen, seit 1996 gezielt Hacker auf die Verschlüsselung der Dish-TV-Plattform angesetzt zu haben, um die eigenen Sicherheitsprobleme zu kaschieren. Kläger ist unter anderem der Verschlüsselungsanbieter von Premiere Nagrastar. Insgesamt belaufen sich die gesammelten Schadensersatzforderungen auf eine Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar. Der Fall wird erstmals am 8. April in Los Angeles vor Gericht verhandelt. Die Klageschrift liest sich streckenweise wie das Drehbuch zu einem guten Thriller. Zuerst soll NDS die "weltweit berüchtigsten Hacker" angeheuert haben, um im ersten Schritt die Schwachstellen des eigenen Verschlüsselungssystems auszumerzen. Seit 1995 war die damalige NDS-Verschlüsselung zunehmend für Hacks anfällig geworden, was dem Anbieter und den angeschlossenen TV-Sendern finanziell sehr geschadet hat. Letztlich soll der Konkurrenzdruck so hoch gewesen sein, dass NDS auch die Hacker auf die Konkurrenz angesetzt hat. Bei den Vorwürfen berufen sich die Kläger Echostar und Nagrastar auf eine Sammlung interner Papiere und -Emails von NDS, die sich in ihrem Besitz befinden sollen. Die Kläger versuchen zu beweisen, dass NDS einen regelrechten Hardware-Piratenring organisiert und unterstützt hat, der in Kanada seit Anfang 1999 illegale Echostarkarten verkauft. (Via HD+TV Online) Verwandte News
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