Die "Terrorist Watch List" in den USA demonstriert anschaulich, dass eine enge Begrenzung auf die viel beschworene Terrorgefahr bei der staatlichen Überwachung und Datensammlung nicht möglich ist. 200.000 Personen jährlich wurden in die Watchlist aufgenommen, an der Effektivität der Liste kommen nun Zweifel auf.
"Wer nichts zu verbergen hat..." und "Wenns nur gegen Terroristen geht..." beginnen die gern vorgebrachten Abwiegelungen des staatlichen Schnüffelwahns. Und auch wenn die US-Datenbank explizit Namen und keine Personen umfasst (also Mehrfachidentitäten mehrfach gezählt werden), fällt es schwer zu glauben, dass unbescholtene Bürger nicht ebenfalls in großer Zahl auf der Watchlist gelandet sind.
"Es gibt keine vernünftige Annahme, dass auch nur annähernd so viele Terrorverdächtige überhaupt existieren."
Über 50.000 Verdächtige wurden seit 2004 befragt, in der Regel bei der Einreise in die USA. Laut Angaben des Government Accountability Office wurde den meisten Personen anschließend die Einreise gestattet - ein Indiz dafür, dass man offenbar nicht als Gefahr für die innere Sicherheit betrachtet werden muss, um auf einer Liste potentieller Terroristen zu landen. Dabei ist die "No Fly List", anhand derer Verdächtige am Flughafen identifiziert werden, nur eine kleine Untergruppe der Watchlist.
Entsprechend
konstatieren die Bürgerrechtler der ACLU, dass sich die Datenbank zügig auf die Millionenmarke zubewege, bereits jetzt problematisch zu nutzen und bald vollkommen nutzlos werde.
Wie solche Listen effizient und klein gehalten werden können, ist damit in der Praxis nach wie vor nicht belegt. Und wie
schnell man als
"Terrorverdächtiger" zum Ziel
massiver staatlicher Überwachung und
Bespitzelung wird, ist auch in Deutschland vor kurzem eindringlich belegt worden.
Fazit: Behauptungen, irgend welche staatlichen Maßnahmen würden sich "nur gegen Terroristen und/oder Terrorverdächtige" richten, ist kein Glauben zu schenken.
Zitat: Zitat von Popov Weißt du wieso nur Früher? Weil es früher kein Internet gab und du so viele Horrorstorys über die USA gehört hast. Frühher war es nicht anders. Und auch heute kannst du noch normal über die Straßen laufen. zum Teil stimmt das natürlich, früher war vieles auch nicht besser, ich bezog mich in meinem Beitrag hauptsächlich auf die Einreisebedingungen, welche sich nachweislich seit ...
So schlimm finde ich die Einreisebedinungen nicht. War bis vor 2 Wochen "drüben" und muss sagen es dauert länger aus Amerika raus zu kommen als rein ins Ami-Land. Zum vergleich: Frankfurt: Koffer wird durchsucht, Ticket + Reisepass zeigen & den normalen scann fürs Handgepäck. Nach ankunft Fingerabdruck + Reisepass. Achso, und die 2 Formulare.. NY: Koffer wird durchsucht & wird nochmal durchleuchtet, Reisepass + ...