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31. Januar 2007

Porno Spammer zahlt knapp halbe Million Dollar Einigung vor Gericht

Die US-Bundeshandelskommission Federal Trade Commission, kurz FTC hat jetzt eine prominente US-Firma, die durch zahlreichen PornoSpam bekannt geworden war, vor Gericht zur Zahlung von 465.000 Dollar Strafe verpflichtet. Im Juli 2005 waren insgesamt sieben Firmen wegen der Verbreitung von X-rated Junkmails von der FTC angeklagt worden. Bisher konnte die FTC Strafen in Höhe von über 1,6 Millionen US Dollar gegen Pornoartikel-Verkäufer verbuchen.

Die Blogger von email days fragten bereits vor knapp einem Jahr nicht zu Unrecht: Was würden wir bloß ohne die täglich eingehenden Junkmails so alles an Innovationen der Porno Industrie verpassen? Jetzt hat sich die amerikanische Firma TJ Web Productions mit Sitz in Nevada auf die freiwillige Zahlung von knapp einer halben Million US Dollar mit der FTC geeinigt. Die Angelegenheit muss noch vom zuständigen Richter bestätigt werden, der dann die Klage höchst wahrscheinlich einstellen wird. Man hat zudem die Porno-Spammer dazu verpflichtet, zukünftig ihre E-Mails mit dem Titel "Sexually Explicit" unter Angabe ihrer tatsächlichen Anschrift zu verschicken. Auch sollen die Empfänger der ungewollten Post die Möglichkeit erhalten, den Empfang weiterer Nachrichten erfolgreich zu verweigern. Bei einem Verstoß der aufgestellten Regeln würden dem Unternehmen noch ernsthaftere Konsequenzen drohen. Im Extremfall wird das Unternehmen sogar geschlossen.

Porno Spam: Tendenz steigend!Weltweit wurden laut einer Veröffentlichung vom Oktober 2006 täglich 63 Milliarden Junkmails verschickt, Tendenz stark steigend. Noch ein Jahr zuvor waren es "lediglich" geschätzte 31 Milliarden. Diese Einigung wird aber keine Besserung der Lage bringen. Denn der Löwenanteil der unerwünschten Werbebotschaften wird nicht zufällig vom Ausland aus verschickt. Man entzieht sich somit dem Vollzug durch amerikanische oder europäische Gerichte. Auch wenn diese Strafe ein Schritt in die richtige Richtung darstellt dürfte befürchtet werden, dass TJ Web Productions dank der zahllosen "XXX" SpamMails vorher mehr als genügend Gewinn eingefahren hat, um die Strafe problemlos finanzieren zu können.

  • 3 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von BSM  Ach, wenn das mal klappt... Normalerweise dürften da dann ja gar keine Mailadressen mehr in der Liste sein denke auch nicht. dass das klappen wird... und wenn doch, dann wahrscheinlich mit anmeldung bei 10 weiteren "news"-abos von tittentwist.com und ichbrauchporn.de

    Wandang am 01.02.2007 00:43
  • In Deutschland wären solche Urteile unmöglich, denn da verdient z. B. der FDP/CDU-Politiker, der im Aufsichtsrat der SPAM-AG sitzt, doch mit. Wozu also Gesetze schaffen, die die Bürger vor Spam schützen.

    stockinger2 am 09.02.2007 15:02
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