Einziger offizieller Verlierer der Ablehnung ist damit ICM Registry-Chef Stuart Lawley. ICM plante den Betrieb der Porn-Domain und investierte bereits stattliche Summen. Die Einführung von .xxx wurde jedoch permanent verzögert: so sprach sich die US-Regierung auf Druck der christlichen Rechten gegen die Einführung der angeblichen Schmuddelecke ein.
Auch die Adult-Industrie bezog zum fortgesetzten Streit um .xxx eine kritische Position: befürchtet wurde vor allem, dass das Nutzen der .xxx-Domain für Porn-Hoster in vielen Ländern obligatorisch werden würde und anschließend durch vereinfachte Filtermaßnahmen der Zugang zum Erotic Content massiv erschwert werden könnte.
Eine entsprechende weltweite Regelung bezüglich der nackten Inhalte ist jedoch kaum durchsetzbar. Insofern stellt das endgültige Aus für .xxx kaum eine folgenreiche Entscheidung dar, was Porncontent im Netz betrifft. Und auch die Debatte, wer in Bezug auf das Netz etwas zu sagen hat - die ICANN wurde im Gerangel um die geplante TLD häufig als zahnloser Tiger wahrgenommen, der sich vor allem dem Druck der konservativen USA beugen musste - wird durch das jetzige Aus nur wenig neue Munition erhalten. Denn gegen .xxx sprechen zahlreiche sachliche Gründe - den Druck der christlichen Rechten hätte es nicht gebraucht, um das Projekt begründet abzusägen.
| 9 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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flo8464 am 20.08.2006 15:16:08: |
Navy1234 am 20.08.2006 15:32:07: |
Verbogener am 20.08.2006 15:39:11: |