gulli: Polizisten benoten: In den USA unerwünscht

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11. März 2008

Polizisten benoten In den USA unerwünscht

Wundert es jemanden? US-Polizisten wollen nicht auf einer öffentlichen Webseite bewertet werden. Gegen die Website ratemycop.com gehen Polizisten und die Staatsanwaltschaft vor. Die Veröffentlichung der Namen und Dienstnummern von Polizisten zusammen mit Bewertungen der Bürger gefährde die Beamten. Glückliche USA? Denn in Deutschland muss man bekannterweise noch dafür kämpfen, dass Polizisten auf Demonstrationen nicht aus der sicheren Anonymität heraus Menschen misshandeln können.

Von daher liegen bissige Bemerkungen nicht weit: Hat da jemand was zu verbergen? Können die Beamten nicht mit ihrem Namen dazu stehen, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten? Und stehen sie nicht zu guter Letzt im Dienst der Bürger, deren Kritik sie sich entsprechend auch gefallen lassen müssen - wie es in jedem Arbeitsverhältnis die Regel ist?

Wie gesagt, in Deutschland sind solche Möglichkeiten noch weit entfernt - hier kann man froh sein, wenn man überhaupt eine Dienstnummer erfahren kann, kommt es zu unerfreulichen Zusammenstößen mit der Willkür der Staatsgewalt. Aber auch in den USA ist man wenig begeistert - obgleich die Website explizit die Publikation der Daten von verdeckten Ermittlern untersagt und ausschließlich die Beamten bewertet wissen will, die im Streifendienst regelmäßige Bürgerkontakte in ihrer Eigenschaft als Polizisten haben.

"Wir mögen es nicht, dass Namen unserer Beamten und ihre Dienstnummern veröffentlicht werden",

so einer der "betroffenen" Polizisten.

Nach den Lehrern nun eine weitere Personengruppe, die sich gegen Online-Bewertungen wehrt. Zumindest in den USA - aber in anderen Ländern sind ähnliche Initiativen (leider?) noch nicht bekannt.

(via)

  • Zitat: Zitat von Korrupt ... einem Bu^H^H Polizisten auf ner Demo, der grade seine Kindheitstraumas aufarbeitet.... Ich möchte dich mal sehen, wenn dein Dienstherr dich zu dem Dienst bei einer Demo verdonnern würde. Gerne macht das keiner, Angst ist bei jedem im Spiel, wenn er weiß, dass es Gewalttätig werden könnte. Ich finde das auch alles nicht toll, was auf mancher Demo von Seiten der Polizei ...

    Dorfdisko am 29.03.2008 14:50
  • Warum? Man kann ja abgesehen vom Lob (Alibilob ;-]) über eine verfehlung berichten. Wenn es nicht so harmlos wäre wie auf dieser Seite, könnten die Nutzer auch Fotos, Videos und Tonaufnahmen von solchen Verfehlungen veröffentlichen. Durch die Angst nach einer Verfehlung (und sei es "nur" Überheblichkeit) einen Eintrag über sich im Netz zu finden könnte das Verhalten von Polizisten positiv beeinflusst werden. Auch weil sie ...

    Anonymos am 22.07.2008 03:54
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