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21. Juni 2007
Politik Paradox Als Regierungen bei Bombenterror noch das Volk beruhigtenBekanntermaßen befinden wir uns alle in ständiger Gefahr, Opfer von Bombenattentaten, Selbstmordanschlägen, Angriffen von Islamisten oder linksextremistischem Terror zu werden. So jedenfalls die Stimmung, die von einigen politischen Akteuren verbreitet wird - obgleich im Prinzip nichts passiert (ist). Den Wahnwitz der Situation einschätzen kann man noch etwas besser, wenn man sie mit der Zeit in Großbritannien vor über 60 Jahren vergleicht - als tatsächlich tagtäglich deutsche Bomben in britischen Städten detonierten. der Slogan, mit dem die britische Krone ihre Bürger zu Ruhe, Besonnenheit und dem Nachgehen ihrer täglichen Geschäfte aufforderte. Man bedenke: zu einer Zeit, in der Luft- und Raketenangriffe Städte in Trümmer legten und tagtäglich Opfer forderten, zu einer Zeit, in der tagtäglich mit einer Invasion der Insel gerechnet wurde. Trotz einer unmittelbar erlebbaren Bedrohung kam die Regierung der Aufgabe nach, Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten.
Vergleicht man die damalige Situation mit der Lage heute, wird die Absurdität der aktuellen Panikmache deutlich: während damals trotz (oder wegen) höchst unmittelbaren Gefahren zur Ruhe aufgerufen wurden, ist die Lage heute im Prinzip vollkommen entspannt - und die einschlägigen politischen Akteure rufen zur Panik auf.
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