gulli: Podmailing: One Click-Hoster mit innovativem Konzept und Torrent-Support

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03. Oktober 2008

Podmailing One Click-Hoster mit innovativem Konzept und Torrent-Support

Für jemanden, der eine größere Datei oder ein großes Verzeichnis an eine andere Person verschicken will, gibt es bis jetzt keine optimale Lösung: E-Mail-Postfächer haben Größenlimits, bei One Click-Hostern muss man mit Split-Archiven, Wartezeiten und Captchas hantieren, für den Transfer über einen Instant Messenger müssen Sender und Empfänger gleichzeitig online sein. Diese Lücke will der Dienst Podmailing füllen, mit einer Mischform aus Filehoster und Torrentservice. Der Clou: Via Podmailing hochgeladene Dateien können sowohl per HTTP als auch per Torrent heruntergeladen werden.

Wer per Podmail Daten verschicken will, benötigt zwingend die auf podmailing.com erhältliche Clientsoftware. Die ist kostenlos, schlank und stabil gehalten und sowohl für MacOS als auch Windows verfügbar. Eine Anmeldung bei dem Dienst ist nicht erforderlich.

Will man eine Datei verschicken. gibt man im Programm seine eigene E-Mail-Adresse ein, die des Empfängers und wählt das Verzeichnis oder eine Datei aus, die verschickt werden soll. Podmailing hat kein Dateigrößenlimit. Der Upload beginnt sofort, der Empfänger erhält kurz darauf eine E-Mail, die ihn benachrichtigt, dass ihm jemand eine oder mehrere Dateien zukommen lassen will. Darin enthalten ist ein Link auf die Podmailing-Seite, welche ihm drei verschiedene Downloadoptionen anbietet:

* Download über HTTP: Der Dienst hostet die Dateien bei Amazons S3-Service, welcher eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit und Ausfallsicherheit garantiert. Nachteile: Die Daten bleiben maximal 30 Tage auf dem Server und müssen zuerst einmal komplett hochgeladen sein.

Podmailing* Download über die Podmailing-Software: Das Programm ist im Prinzip ein erweiterter Torrent-Client. Die Trackerinformationen werden in einer zed-Datei gespeichert, die im Vergleich zu normalen torrent-Dateien noch Extrainformationen wie Vorschaubilder enthält.

* Download per regulärem BitTorrent-Client: Der Downloader muss sich keine spezielle Software installieren, sondern kann gleich loslegen. Ebenso wie bei der Podmailing-Software verbindet er sich hier direkt mit dem Uploader und anderen Downloadern. Wenn die Daten bereits vollständig hochgeladen wurden, steht auch Amazons S3-Server als WebSeed zur Verfügung.

Auch wenn das 30-Tage-Limit abgelaufen ist, bedient der Tracker weiterhin Peers, die sich zu ihm verbinden. Dabei muss allerdings, BitTorrent-üblich, jemand die Daten komplett haben. Wenn der Uploader die Podmailing-Software im Hintergrund weiterlaufen lässt, ist eine langfristige Quellensicherheit garantiert.

Podmailing befindet sich derzeit noch in der Betaphase und ist in vier Sprachen (leider nicht auf Deutsch) verfügbar. Wie und ob sich der Service auf lange Sicht refinanzieren kann, ist offen - zumal die Nutzung von Webspeicherplatz bei Amazon durchaus Geld kostet.

Insgesamt ist Podmailing ein sehr zugänglicher Service mit erfrischendem Konzept und offener Zukunft. Wer die hohen Downloadgeschwindigkeiten testen will, kann sich beispielsweise das auf der Sartseite "gefeaturete" Video von "Steal this Film 2" (wir berichteten) herunterladen.

PodmailingZu beanstanden ist die Tatsache, dass man die eigene E-Mail und die des Empfängers angeben muss. Ein einfaches Link-Auswerfen, wie zum Beispiel beim Bildhoster Imageshack wäre besser gewesen. Für jemanden, der persönliche Daten ungern weitergibt, empfiehlt es sich, entweder Wergwerf-Adressen zu verwenden oder sich die Benachrichtigungs-Mail gleich selbst zu schicken und dem Dateiempfänger einfach den Weblink zukommen zu lassen. Auf diese Art kann ein Podmailing-Link natürlich auch in Foren oder Blogs verbreitet werden. (fraencko)

(via filesharefreak.com, thanks!)

  • @Ipiranga: Mit 'nem normalen BT-Client wird man da nichts ausrichten können. Eine Linuxversion gibt es wohl schon, ist aber noch nicht öffentlich: Zitat: Zitat von Louis Choquel  On the Linux front we do have a working version but we keep it to ourselves until we have time to release it as open source. Admittedly we keep pushing that back because of all the features we want to add first on the service ...

    fraencko am 04.10.2008 21:22
  • bliebt die Datei wirklich nur 30 tage online oder ist das so wie bei rapidshare das es nach dem letzten download die tage wieder neu anfängt zu zählen...was das würde es noch viel attraktiver machen

    Natenjo am 05.10.2008 17:43
  • Nee, so wie ich das verstanden habe, bleibt der Krempel wirklich nur 30 Tage ab Uploaddatum online.

    fraencko am 06.10.2008 19:05
  • hmm das machts dann leider schon wieder deutlich unintressanter

    Natenjo am 07.10.2008 00:36
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