PMOG: Massively Multiplayer Online Game unter CC-Lizenzen veröffentlicht

PMOG: Massively Multiplayer Online Game unter CC-Lizenzen veröffentlicht

gullinews am Montag, 24.03.2008 11:00 Uhr

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Die Firma Gamelayers Inc. mit Sitz in Oakland, Kanada und London hat kürzlich die Quellen des Spieles "Passively Multiplayer Online Game" (PMOG) veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Plugin für den Firefox. Wer am meisten im Netz surft, sammelt auch im Spiel die meisten Erfahrungspunkte. Mit diesen können die Gamer nützliche Gegenstände wie Bomben in einem virtuellen Shop erwerben. Klingt nach Daten sammeln und Spaß haben. Was das Unternehmen Gamelayers mit den so gesammelten Daten über das Surfverhalten ihrer Spieler macht, wird aber leider nirgends erwähnt.

Online-Games mit vielen Teilnehmern erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit, nur leider gestalten sie sich auch extrem Zeit raubend. Ein Raid mit gemeinsamen Freunden vom Clan hier, ein paar Stunden ExperiencePoints sammeln und Monster killen dort - schon ist die Nacht vorüber und der nächste Arbeitstag gestaltet sich extrem zäh.

Wer gleichzeitig browsen und spielen will, dem wird seit Kurzem das Spiel PMOG angeboten. Der Firefox-Plugin der Firma Gamelayers Inc. protokolliert dabei jegliches Surfverhalten der Spieler. Und auch wenn man jetzt das gesamte Internet als Spielfeld benutzen und das Surfen interessanter gestalten will: Kritische Zeitgenossen werfen dazu auch einige Fragen in den Raum. Womit verdienen die Betreiber wirklich ihr Geld? Warum stellen sie ein solches Spiel kostenlos zur Verfügung, wenn nicht um die gesammelten Daten an Drittfirmen zu verkaufen? Bislang gibt es lediglich Pläne für die Implementierung von Werbung, kostendeckend erscheint das Vorhaben nicht. Die Entwickler wollen das Spiel später auch für Mobiltelefone umsetzen, was weitere Produktionskosten nach sich zieht.

Die Grundidee zu PMOG ist einfach wie genial. Wir verwandeln das gesamte Netz in eine Spielwiese. Gleichzeitig spielen und arbeiten schließt sich nicht mehr gegenseitig aus. Auch wenn Merci Hammon und sein Unternehmen bislang nicht negativ aufgefallen sind: Datenschützer warnen davor, Firmen solche Datenmengen tagtäglich zur Verfügung zu stellen. Die CC-Lizensierung des Spiels ist ein sinnvoller und vorbildlicher Schritt. Auch die Grafiken auf der Website und im Spiel wurden sehr liebevoll gestaltet worden. Stellt sich nur die Frage, welche Firma kann einer solchen Versuchung auf Dauer widerstehen?

(Via CreativeCommons.org, thx!)

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10 Reaktionen aus dem gulli:Board

Schattenspieler am 25.03.2008 12:56:39:
"Information" ist die Währung des 21.JahrundertsJepp, so kann man das durchaus formulieren. Im Endeffekt ist's doch immer wieder die gleiche Zielgruppe, die auf Klingeltöne, Sex-Hotlines und Datensammler reinfällt. ;)Von einer Gruppe kann da leider nich...

Ghandy am 25.03.2008 22:11:17:
Interessieren tut es mich ja schon, aber mir ist zu mulmig bei den Gedanken, dass die meine Surf-Daten sammeln : Deswegen habe ich es auch gelassen... ;-)...

am 01.04.2008 02:02:13:
habs zwar net gezockt, aber aufgrund der screens behaupte ich, dass das game stinkend langweilig ist. da ist ne runde ogame unterhaltsamer. im grunde kommt es mir so vor, als würde man nem verspielten kind nen loli (hier billig game) geben und hintenrum voll verarschen. die aufmache kommt mir jeden...

 

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