gullinews am Montag, 24.03.2008 11:00 Uhr
Online-Games mit vielen Teilnehmern erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit, nur leider gestalten sie sich auch extrem Zeit raubend. Ein Raid mit gemeinsamen Freunden vom Clan hier, ein paar Stunden ExperiencePoints sammeln und Monster killen dort - schon ist die Nacht vorüber und der nächste Arbeitstag gestaltet sich extrem zäh.
Wer gleichzeitig browsen und spielen will, dem wird seit Kurzem das Spiel PMOG angeboten. Der Firefox-Plugin der Firma Gamelayers Inc. protokolliert dabei jegliches Surfverhalten der Spieler. Und auch wenn man jetzt das gesamte Internet als Spielfeld benutzen und das Surfen interessanter gestalten will: Kritische Zeitgenossen werfen dazu auch einige Fragen in den Raum. Womit verdienen die Betreiber wirklich ihr Geld? Warum stellen sie ein solches Spiel kostenlos zur Verfügung, wenn nicht um die gesammelten Daten an Drittfirmen zu verkaufen? Bislang gibt es lediglich Pläne für die Implementierung von Werbung, kostendeckend erscheint das Vorhaben nicht. Die Entwickler wollen das Spiel später auch für Mobiltelefone umsetzen, was weitere Produktionskosten nach sich zieht.
Die Grundidee zu PMOG ist einfach wie genial. Wir verwandeln das gesamte Netz in eine Spielwiese. Gleichzeitig spielen und arbeiten schließt sich nicht mehr gegenseitig aus. Auch wenn Merci Hammon und sein Unternehmen bislang nicht negativ aufgefallen sind: Datenschützer warnen davor, Firmen solche Datenmengen tagtäglich zur Verfügung zu stellen. Die CC-Lizensierung des Spiels ist ein sinnvoller und vorbildlicher Schritt. Auch die Grafiken auf der Website und im Spiel wurden sehr liebevoll gestaltet worden. Stellt sich nur die Frage, welche Firma kann einer solchen Versuchung auf Dauer widerstehen?
(Via CreativeCommons.org, thx!)
| 10 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Schattenspieler am 25.03.2008 12:56:39: |
Ghandy am 25.03.2008 22:11:17: |
am 01.04.2008 02:02:13: |