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09. Juli 2007
Plies, Sprint und Atlantic Records Peer-2-Peer Netzwerke als Werbeplattform missbraucht16 Millionen Musikstücke will man vom Hip Hop Interpreten Plies über die P2P-Netzwerke in Übersee verteilen. Freunde des Künstlers sollten sich jetzt aber nicht zu früh freuen, denn es sollen unzählige Klone von nur wenigen Stücken des Künstlers verstreut werden. Und das nicht primär um auf seine Musik aufmerksam zu machen, sondern um das Einblenden von Werbefenstern für den Telefonanbieter Sprint auf zahllosen Computern zu ermöglichen. New York Post berichtete, wird der Deal zwischen der Plattenfirma Atlantic Records, der Telefongesellschaft Sprint, und dem IT-Unternehmen MediaDefender ablaufen. MediaDefender, bekannt für das Verteilen von Fakefiles zur Bekämpfung der Softwarepiraterie wird dabei den technischen Part übernehmen und die veränderten Musikdateien im Netz verbreiten. Wer auch immer sich diese Songs herunter lädt, wird mit unerwünschter Werbung von Sprint auf seinem iPod oder Pc heimgesucht. Verdienen werden alle beteiligten Parteien, bis auf den Kunden selbst natürlich. Atlantic Records kann gezielt für deren Künstler werben, Sprint wirbt an Orten, wo deren Pop-Ups sonst niemals hin gelangt wären, und last but not least die Firma MediaDefender streicht ebenfalls jede Menge Geld für deren Dienste ein.
Die Strategie soll Schule machen, MediaDefender will auch mit anderen Firmen Verträge abschließen, um diese virale Werbestrategie auszubauen. Bislang hatte sich die Firma aus Santa Monica darauf konzentriert, imitierte Musikdateien z.B. für Suretone Records oder Kinofilme, wie "Sicko" von Michael Moore unters sharende Volk zu streuen. Der Geschäftsführer von Media Defender Jon Diamond spricht sogar von einer Möglichkeit, mit einer solchen Werbekampagne die Piraterie einzudämmen. Nachvollziehbar ist diese Aussage nicht. Die belästigten Filesharer werden die Datei lediglich löschen, diesen Link auf der BitTorrent-Seite entsprechend negativ kommentieren und alternativ eine andere Datei downloaden. Alle nachfolgenden Besucher des Bittorrent-Portals werden die Finger von der werbeverseuchten Musikdatei lassen, nachdem sie die entsprechenden Kommentare gelesen haben. Zeitlich verzögern lässt sich der Vorgang für wenige Minuten schon, eindämmen nicht. Auch wurden kleine Ausschnitte aus Titeln von Gruppen bzw. Interpreten wie Audioslave, Ice Cube und Yellowcard zum Ankurbeln der eigenen Umsätze im Netz verteilt. Das Label stellte in Aussicht, würden ausreichend viele Snippets ihren Abnehmer finden, würde man später auch den kompletten Song zum Download freigeben. Das ist zwar nicht das was die Fans eigentlich mit ihrem P2P-Client erreichen wollten.
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Trackbacks
Einfach reine MS Formate meiden, gut ist. Solche Spielereien kenne ich bisher nur von .wmv Schutti am 09.07.2007 20:24
Oh, die Plattenindustrie wird cool. Haben die nach Jahren auch mal was mitbekommen. Wie die Eltern. Haben irgendwo irgendwas gehört, und wollen jetzt auch mal cool sein. Johnnsen am 10.07.2007 00:44
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