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19. Mai 2008

Piraterie Griechenland und Spanien auf dem Vormarsch

Wie aus dem aktuellen Bericht der US Trader Representative hervorgeht, stellen China und Russland momentan eine Hochburg für Internet Piraterie dar. Erstmalig tauchen nun auch die Länder Spanien und Griechenland auf der "Watchlist" auf. Ingesamt befinden sich aktuell über 36 Nationen unter spezieller Beobachtung, ebenfalls vertreten sind Argentinien, Chile, Indien und Thailand.

Während andere Länder schon länger das bevorzugte Ziel der Urheberrechtsschützer sind, befinden sich nun auch Nationen wie Spanien oder Griechenland unter den wachsamen Augen der Behörden. In dem von der IAPC (International Anti-Piracy Caucus) kürzlich veröffentlichten Jahresbericht, befinden sich alle Staaten und Länder, die eine besonders hohe Affinität zur Softwarepiraterie haben oder entwickeln.

Damit soll die jeweilige Regierung darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich die Gesetzgebung dieser Länder besonders in Bezug auf die neue "Bedrohung" anpassen soll. Grund dafür ist, dass viele Länder, dessen Regierungen dieser Umstand bisher nicht so stark aufgefallen ist, schlicht und ergreifend keine angemessenen Strafen für Vergehen im Bezug auf den Diebstahl geistigen Eigentums bereit haben, so sieht es zumindest die IAPC. Besonders die MPAA und die RIAA begrüßen diese "Bestenliste" der Piraterie, auch Hollywood hat die Aufnahme von Spanien bereits erwartet. "Die Spanische Regierung hat bisher nicht erkannt wie bedrohlich die Lage in ihrem Land ist. Schon länger gibt es dort Probleme und Copyright-Verletzungen stehen an der Tagesordnung", so der MPAA-Vorsitzende Dan Glickman.

In der aktuellen Liste ist der Fokus auch auf Kanada gerichtet und findet Platz im oberen Bereich der Liste. Auch Nordamerika müsse eine höhere Priorität zugesprochen werden, zu lange schon käme es dort zu Problemen und Verletzungen im Bezug auf geistiges Eigentum. Die Unterhaltungsindustrie möchte nun klare und drastische Zeichen setzten und setzt sämtliche Hebel in Bewegung. Um nur zwei sehr aktuelle Beispiele zu nennen: Aktive Filterung des Netzverkehrs durch die Internetprovider und die Ereignisse um den "three-strike-law".

mpaa, riaa, three strike, isp, glickman, pirate, filesharing Ginge es nach Dan Glickman, so sind dies noch immer nicht die wirklich wirksamen Mittel. Er ermutigt und fordert zu großen Industriekooperationen und Zusammenschlüssen auf. Nur gemeinsam könne ein wirksamer Kampf gegen das Online-Unwesen ausgefochten werden. Glickman hoffe besonders auf Unterstützung durch die ISP's (Internet Service Provider). Denn die könnten aktiv überwachen, was der Kunde macht. Im Fall von Filesharing soll dann konstant die Internetverbindung unterbrochen werden, bis das "verdächtige" Verhalten abnimmt.

(via variety.com, thx)

  • 10 Kommentare zum Artikel
  • Wie wahr: Zitat: Nur gemeinsam könne ein wirksamer Kampf gegen das Online-Unwesen ausgefochten werden. Wir sollten uns langsam wirklich mehr zusammen schliessen und dem Treiben der CI ein Ende machen. Gruss Moses

  • Zitat: Zitat von kilobyte  Wenn man sich den Satz so durchlist und Wörtlich nimmt, gäbe es ja sofort kein verdächtiges Verhalten mehr, denn ohne Internetverbindung auch kein FS ^^ das ist wohl so gemeint, dass die verbindung getrennt wird - dann wird bisschen gewartet - sausen wieder bestimmte pakete durch gibts wieder ne trennung

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