Piratenpartei Deutschland Freier Kunstwettbewerb für freie Bürger
1915, knapp 20 Jahre nach Errichtung des Reichstages stimmte Kaiser Wilhelm II. nach einer Initiative eines Redakteurs vom Leipziger Tageblatt der nachträglichen Anbringung der Inschrift "Dem Deutschen Volke" zu. Der Journalist hatte angeregt, die verspätete Installation würde zu Kriegszeiten das verbitterte Volk mit dem deutschen Kaiser versöhnen.
Die Sozialdemokraten vermuteten damals, der Monarch hatte offensichtlich Probleme mit vielerlei Dingen, die mit der Errichtung des Reichstages in Verbindung standen: Mit dem Parlamentarismus und dem Bau an sich, bzw. mit dem Architekten Paul Wallot.
Inwiefern diese Aktion tatsächlich das deutsche Volk günstig stimmen konnte, sei dahin gestellt. Fünfundachtzig Jahre später, im Jahre 2000 wurde Hans Haacke mit seinem Kunstprojekt im nördlichen Innenhof des Reichstagsgebäudes beauftragt. Dieser hatte sich an der Formulierung der Inschrift gestört und entschied sich für sein Kunstwerk stattdessen für "Der Bevölkerung". Unter diesem Begriff sind auch alle Asylanten und Immigranten mit eingeschlossen. Gestört fühlte sich Haacke auch von der SPD Politikerin Petra Tursky-Hartmann. Dieser untersagte er die Veröffentlichung eines Fotos seines urheberrechtlich geschützten Kunstwerkes auf ihrer Website. Er alleine besitzt seiner Meinung nach die Macht darüber, ob Bilder von seinem Holztrog und den Neonbuchstaben veröffentlicht werden dürfen oder nicht. Und obwohl es angeblich für sie erstellt wurde - der Rest der Bevölkerung steht mit seinen Wünschen außen vor. Die Politikerin wurde darüber hinaus von der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst angeschrieben. Diese informierte sie darüber, dass sie die Fotos auf ihrer nicht kommerziellen Homepage nur gegen Zahlung von monatlich 2 Euro plus 7% MwSt. veröffentlichen darf.
Die Piratenpartei Deutschland bekam Wind von dem Schriftwechsel und stellte auf deren Aktionsseite die Frage: "Wie frei ist Kunst im Bundestag?" Vier Wochen lang hat jeder Kreative, Unkreative, Experimentierfreudige und Vorsichtige ab sofort Zeit sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Man will dem Objekt den prominenten Platz in leicht verfremdeter Form im World Wide Web einräumen, der ihm bislang verwehrt blieb.
"Schickt uns Fotos eurer Aquarellmalereien des Bundestages im Abendrot der untergehenden Freiheiten oder knipst den Berg Kartoffelbrei an dem ihr voll Ärger über Urheberrechtszwänge den Willen der Bevölkerung kreativ vollstreckt habt. Karikiert, kritisiert, erweitert, verbessert Hans Haackes Bundestagskunstwerk."
Zum Auftakt laden die PolitPiraten am kommenden Sonntag ab 15:00 Uhr alle Kreativen und Interessierten zu einer Besichtigung mit anschließender Diskussion zum Thema Urheberrecht in den Deutschen Bundestag ein.
1915, knapp 20 Jahre nach Errichtung des Reichstages stimmte Kaiser Wilhelm II. nach einer Initiative eines Redakteurs vom Leipziger Tageblatt der nachträglichen Anbringung der Inschrift "Dem Deutschen Volke" zu. Der Journalist hatte angeregt, die verspätete Installation würde zu Kriegszeiten das verbitterte Volk mit dem deutschen Kaiser versöhnen.
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Ich finde das krass das er obwohl er von den "eigentumern" des gebäudes beauftragt wurde, sich wegen Urheberrechtsverletzung beschwert.(Eigentümer das Volk)
Demnächst fang ich an irgendetwas an irgendeinen ort zustellen und wenn s wer fotografiert und ins web stellt, dann.....
Ne mal ehrlich wo führt uns dieser urheberblödsinn noch hin?
Wenn jemand nen buch schreibt oder ähnliches sehe ich das ja noch ein aber wenn einer ein ...