Die bekannten Widersprüchlichkeiten des aktuellen Copyrightgesetzes zeigt Falkvinge auf: es sei lächerlich zu behaupten, das Copyright in seiner heutigen Form rege Schöpfer zu weiterem kreativen Schaffen an, wenn es erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers auslaufe - zumindest für diese Zeit sei eine anregende Wirkung für weitere Kreativität zuverlässig auszuschließen. Fünf Jahre schlägt er als alternative Verwertungsdauer vor.
Und sieht sich mit dieser und anderen Forderungen nicht allein. Ein Wählerpotential von 20% sieht Falkvinge in Schweden, diesen Anteil haben Filesharer an der Bevölkerung. Die Interessen dieser Gruppe seien jedoch nicht mehr repräsentiert.
Die Standpunkte der tauschenden Bevölkerung seien zwar in zahlreichen Texten dargelegt, die Politik habe sich jedoch dafür entschieden, diese Stimmen vollständig zu ignorieren. Die Konsequenz: selbst ins Parlament einziehen. 4% der abgegebenen Stimmen benötigt man in Schweden, um dort Sitze zu erhalten. Anschließend könnte die Piratenpartei dort ihre Standpunkte vertreten, wo sie momentan noch durch die Bank ignoriert werden.
Neben der verkürzten Copyrightfrist steht die Stärkung der Privatsphäre und das Kippen der EU-Richtlinie zur Verbindungsdatenspeicherung auf der Tagesordnung der Partei. Weiterhin will man DRM-Technik verbieten - nach Ansicht Falkvinges ein selbstgeschriebenes Copyrightgesetz, welches von der Copyrightindustrie dem Bürger aufgedrückt wird - aber "...wir haben ein Parlament zum Gesetze schreiben, schönen Dank auch".
| 11 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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vmk am 03.04.2006 20:34:01: |
am 04.06.2006 19:04:48: |
quasimodo2000 am 04.06.2006 19:57:45: |
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