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18. September 2008
Peratech Neuartiger Schalter soll unbefugtes Auslesen von RFID-Chips verhindernDie Abkürzung RFID (für "Radio Frequency Identification") bezeichnet eine Art von Chips, die unter anderem in biometrischen Ausweisdokumenten zur Speicherung der Daten verwendet wird. RFIDs können kontaktlos, das heißt über eine gewisse Entfernung, ausgelesen werden. Gegen das dabei zwangsläufig gegebene Missbrauchspotential soll nun eine Erfindung des britischen Startup-Unternehmens Peratech helfen. Die Firma entwickelte einen speziellen, besonders dünnen Schalter, der das unbefugte Auslesen der Chips verhindern soll. Diese Schalter bestehen aus einem neuartigen, von Peratech selbst entwickelten Material namens "Quantum Tunnelling Composite" (QTC) und sind dadurch besonders dünn, nämlich nur etwa 35 Mikrometer dick. Somit können sie gut in die Chips eingebaut werden. Der Schalter gibt dem Besitzer des Chips (beziehungsweise des dazugehörigen Ausweis- oder Zugangskontrolldokuments) erstmals die Kontrolle darüber, ob er ein Auslesen des Chips zulässt. Durch Betätigung des Schalters kann er den Chip aktivieren oder deaktivieren. Ist der Chip aktiviert, hält das aufgrund der besonderen Materialeigenschaften von QTC immer nur für eine bestimmte Zeit an, so dass ein unbefugtes Auslesen nach dieser Zeit automatisch ohne Zutun des Besitzers verhindert wird. Bisher war die einzig praktikable Möglichkeit, den RFID-Chip vor unbefugtem Auslesen zu schützen, ihn in eine Hülle aus metallischem Material zu stecken, das einen Faradayschen Käfig bildet, der die Wellen, die den Chip auslesen sollen, abschirmt. Dazu muss sich der Besitzer jedoch des Risikos bewusst sein und immer daran denken, den Chip richtig unterzubringen. Die neue Technologie könnte, wenn sie im Praxistest hält, was das Konzept verspricht, erstmals den Schutz vor unbefugtem Auslesen auf dem Chip selbst bieten. Ob sie allerdings Verbreitung finden wird, kann noch nicht abgesehen werden. Philip Taysom, CEO von Peratech, wirbt, die Entwicklung seiner Firma könnte die Sicherheit von Dokumenten mit RFID-Chips erheblich erhöhen. Das Problem an den Chips sei, dass sie auf jede Anfrage hin senden. Bereits ein kompatibler Scanner in der Nähe des RFID-Tags reiche aus, um an diese Informationen zu gelangen. Der (via elektor, thx) (Bildquelle: peratech.com, thx!) Verwandte News
Trackbacks
Was soll das denn bringen?? Während der Chip also von jemand 'vertrauenvollem' ausgelesen wird, hat doch trotzdem jeder andere auch Zugriff. Außerdem wird doch so der ach so tolle 'Vorteil' zunichte gemacht, dass man die Teile nicht extra rausholen muss und kontrollen sich beschleunigen sollen, bla bla... Das Problem ist so schicher nicht beseitigt, nur zeitlich eingeschränkt. Na super! Mr_Chainsaw am 18.09.2008 21:47
Zitat: Zitat von Ironwhistle Vertrauen ist Gut, Kontrolle besser - meine Brieftasche bleibt mit Metall ausgekleidet! Ne Sekunde in der Microwelle solls auch tun... G0l3m am 19.09.2008 03:03
Zitat: Zitat von G0l3m Ne Sekunde in der Microwelle solls auch tun... Mal im Ernst, ich bin in dieser Technologie nicht bewandert, also würde die "Mikrowellentechnik" meine Privatshäre schützen? gruenquaker am 05.10.2008 19:03
Schonmal ne CD/DVD oder Dinge mit ähnlich dünnen Metallschichten in die Mikrowelle gepackt? Das Gleiche passiert mit den RFID-Chips. Schattenspieler am 05.10.2008 19:31
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