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10. Mai 2006

Pentagon-Hacker McKinnon kann an die USA ausgeliefert werden

Der Brite Gary McKinnon fürchtet, als Terrorist in den USA angeklagt zu werden. Der Hacker, der in zahlreiche Rechnersysteme des Pentagon und der Nasa einbrach, kann jedoch ausgeliefert werden. So urteilte heute Richter Evans, der die Versicherungen der US-Botschaft für zufriedenstellend befand, McKinnon würde nicht in Guantanamo Bay landen.

Die Systeme, in die McKinnon eingebrochen sei, waren vollkommen unzureichend gesichert, so der Hacker aus Schottland. Ebensowenig war seine Intention, Schaden anzurichten, vielmehr suchte er nach geheimer Technologieforschung der Militärs und Beweisen für Alien-Kontakte. Die USA fordern seine Auslieferung, McKinnon befürchtet, dass an ihm ein Exempel statuiert werden soll, welches im schlimmsten Fall zu seiner Inhaftierung in Guantanamo Bay führen könnte.

Der britischen Regierung sei jedoch von den USA zugesagt worden, McKinnon fiele nicht unter die "Military Order Number One", die Präsident Bush die Möglichkeit gibt, Verdächtige praktisch unbegrenzt lange in Haft zu halten.

Die durch die US-Botschaft geleistete Garantie, dass McKinnon im Fall der Auslieferung nicht unter Militärgerichtsbarkeit gestellt wird, sei zufriedenstellend. McKinnon führte hingegen an, die Garantie sei nicht unterschrieben und damit "das Papier nicht wert, auf der sie steht". Einen Fürsprecher hatte er im US-Anwalt Clive Stafford-Smith, der Inhaftierte in Guantanamo verteidigt hatte. Auch dieser sagte aus, dass die Garantie McKinnon nicht davor schützen würde, als Terrorist angeklagt zu werden.

In Großbritannien drohen dem Hacker bis zu 5 Jahre Haft und Geldstrafe, während ihm eine Beurteilung des Falls nach US- Antiterrorgesetzen jahrzehntelange Inhaftierung einbringen könnte. Seine letzte Hoffnung liegt nun beim britischen Innenministerium: dieses könnte die drohende Überstellung an die US-Gerichtsbarkeit noch verhindern.

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