Nach dem Patronenverfallsdatum kann man durchaus weiterdrucken
Letzte Woche wurde HP in den USA wegen angeblicher Verbraucherschädigung verklagt - auch bei noch vorhandener Tinte in den Druckerpatronen würden diese nach einer gewissen Zeit deaktiviert: der Kunde muss eine neue Patrone kaufen, selbst wenn sich noch Tintein der Patrone befindet, wenn das in die Druckpatrone eingespeicherte Verfallsdatum überschritten ist.
Eine elegantere Lösung hat nun den Weg in die Blogosphäre gefunden. HP - Tintenkartuschen lassen sich nach Erreichen des Verfallsdatums auch anders zum Weiterdrucken bewegen. Der CoCo-Blog empfiehlt, entweder die Batterie des Druckers für eine halbe Stunde zu entfernen, bei gleichzeitiger Trennung vom Stromnetz.
Eleganter noch kann als vorbeugende Maßnahme vor Erreichen des Haltbarkeitsdatums nach hp*.ini - Dateien gesucht werden und in jenen mit den neuesten Erstellungsdaten nach einemParameter "pencheck" gesucht werden. Diesen auf 0000 setzen und den Rechner neu starten, sollte die Deaktivierung der Tintenpatrone unterbinden.
Eine Schädigung der Druckköpfe durch sich zersetzende Tinte auszuschließen, scheint ein legitimes Anliegen des Herstellers zu sein. Wenn man jedoch in Betracht zieht, dass ein englisches Magazin in einer Studie festgestellt hat, dass die Preise für Tintenstrahldrucker in Großbritannien zwar bis auf 34 Pfund gefallen sind, aber in den folgenden 18 Monaten bis zu 1700 Pfund an Folgekosten für Patronen entstehen, wird das Misstrauen in die edlen Motive der Hersteller angebracht sein.