Eric Johnson arbeitete im Auftrag des Department of Homeland Security und hat sich intensiv mit den Inhalten in Tauschbörsen auseinandergesetzt. Dabei ist er auf eine beträchtliche Anzahl von digitalen Patientendaten aufmerksam geworden. Diese sind dem Bericht zufolge nach wie vor frei im Netz zugänglich. Im Detail geben die Datensätze Einblicke über die mentale und physische Verfassung der Patienten.
Die Experten sehen in diesem Zusammenhang vielschichtige Gefahren. Unter anderem könnte man mit den Datensätzen die Patienten bloßstellen. Doch damit noch nicht genug. Ebenfalls denkbar sei es, medizinische Betrügereien anzustiften. Der vermeintlich markanteste Vorfall wird dabei durch eine vollständig abhandengekommene Datenbank eines nicht namentlich genannten US-Krankenhauses dargestellt. Alleine in dieser konnte der Forscher über 20.000 Inhalte zu Patienten samt Namen, Krankenversicherungsnummern und einigen weiteren sensiblen Daten finden. Einen kommerziellen Handel mit den Daten schließt man derzeit nicht mehr aus.
Die Ursache für diese teilweise fatalen Zustände in den Einrichtungen konnte man bereits ausfindig machen. Entgegen der geltenden Bestimmungen scheinen viele Angestellte P2P-Software auf ihren Arbeitsrechnern zu installieren. Allzu häufig werden sodann aber einige Voreinstellungen der Tools nicht beachtet. Infolgedessen könnten auch lokale Daten zum Tausch freigegeben werden. (gS-)
(via nextgov)
| 13 Reaktionen aus dem gulli:Board |
|---|
ascanio am 01.03.2009 22:30:06: |
teddybeer am 02.03.2009 12:44:00: |
gurney am 03.03.2009 09:13:21: |