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28. Februar 2007
Patent auf Wasserzeichen im Film Die Kunden werdens schon zahlenDigimarc hat ein Patent auf ein Verfahren eingereicht, digitale Wasserzeichen in Filmen unterzubringen, um Piraterie zu bekämpfen. Die Folgen: eine weitgehend sinnfreie Technik wird nun durch Lizenzgebühren noch teurer, ihr Einsatz ist zu erwarten, die Kosten werden die Kunden tragen. Ein "... automatischer Überwachungsdienst, der Bilddateien (mit inbegriffen beispielsweise Grafik- und Videofiles) und Audiodateien von verschiedenen Internetsites herunterlädt und sie auf das Vorhandensein digitaler Wasserzeichen überprüft. Werden solche gefunden, wird die enthaltene Information entschlüsselt, um den Besitzer des markierten Files zu ermitteln. Die Rechteinhaber werden vom Ergebnis der Überwachungsmaßnahme benachrichtigt, um über unbekannte Verbreiter ihres Bild/Video/Audio-Besitzes informiert zu sein." So die Kurzfassung des Patents, welches von Digimarc eingereicht wurde und nebenbei verdächtige Ähnlichkeit mit einem Konzept des Fraunhofer-Instituts hat, welche ebenfalls eine wasserzeichenbasierte Überwachungslösung für Tauschbörsen und andere Medienquellen in Aussicht stellt. Das größere Problem indessen: die Technologie ist mit der Patentierung schwerer weiterzuentwickeln. Aktuelle Technologien zeichnen sich dadurch aus, dass einerseits Qualitätsverschlechterungen durchaus auftreten, hingegen die "Sicherheit" nicht unbedingt gewährleistet ist - Ed Felten berichtet bei der geplanten "VEIL"-Markierung von analogem Rundfunk von Erfolgsraten bis zu 58%, wenn mittels Transformation der Medien das Wasserzeichen entfernt werden soll. Die Folge: die Verbesserung einer weitgehend sinnfreien Technik wird verteuert, ihre Anwendung ebenfalls. Der Nutzen ist alles andere als erkennbar, die Kosten werden bei den Konsumenten hängen bleiben. Verwandte News
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