Die ständigen Versuche dem Filesharing ein Ende zu bereiten, sind jedem hinreichend bekannt. Die "AquaLabs" der Northwestern University jedoch entwickeln derzeit einen möglicherweise weit reichenden Meilenstein für alle Filesharer. Mithilfe der Software "Ono" soll der Transfer des Teilnehmers des Peer-To-Peer Netzes bis zu 300% schneller ablaufen.
Die Funktionsweise erscheint auf den ersten Blick gar nicht so abwegig. Durch eine Analyse der IP-Adressen sowie der dazugehörigen Knotenpunkte errechnet die Software von AquaLab grob die Standorte der anderen Beteiligten am Transfer. Dazu führt die Software mehrere Messungen durch, um zu jedem Nutzer einer Tauschbörse den geografisch nächstgelegenen Partner mit dem entsprechenden File zu finden. Durch diese physische Nähe sollen sich, so die Wissenschaftler, die Transferraten bis zu verdreifachen lassen, da kürzere und präzisere Wege zurückgelegt werden können. Der Grundsatz dieser Idee dürfte nicht zuletzt auch für die Provider interessant sein. Die Software Ono könnte helfen, die Belastung der Leitungen erheblich zu minimieren. Der Datenverkehr via P2P macht laut diversen Studien inzwischen ca. 70 Prozent aus, so Kalman Gaffi vom Multimedia Connections Lab der Technischen Universität Darmstadt. Diese 70 Prozent effizienter zu nutzen, darin sieht er die Stärken von Ono. Eine Optimierung der Übertragung einer Pakete durch die Suche des physisch nächstgelegenen PCs könne die Bandbreite des Verkehrs sowie die dafür benötigten Reaktionszeiten mit Sicherheit reduzieren.
Eine exakte Ermittlung sei zu zeit- und kostenaufwendig, weshalb man einfach annehme, dass bei Transfers zwischen zwei PCs am selben Knotenpunkt nur eine kurze Distanz überwunden werden muss. Dies sei für manche ISPs bereits ausreichend, da sie durch diese Zusammenlegung viele Gebühren einsparen könnten. Um dieses Projekt zu realisieren, arbeiten zahlreiche Provider mit P2P-Betreibern zusammen, um die Netzwerktopologie zu analysieren und aus dem P2P ein P4P zu machen. Es geht quasi einen Schritt vorwärts in der Filesharing-Evolution.
Das Tool selbst ist seit März 2007 in einem experimentellen Zustand für den Client Azureus verfügbar und wird laut Aqualabs bereits von 150.000 Nutzern verwendet
(Via pressetext.at, thx)
... Die ständigen Versuche dem Filesharing ein Ende zu bereiten, sind jedem hinreichend bekannt. Die “AquaLabs” der Northwestern University jedoch entwickeln derzeit einen möglicherweise weit reichenden Meilenstein für alle Filesharer. Mithil ...
das is doch was völlig anderes, bitte news nochmal genau lesen.
Zitat: Zitat von kandor ... und was ist KAD? Kad (kurz für: Kademlia) ist ein dezentrales Protokoll für P2P-Verbindungen. Durch dessen Integration in eMule und BitTorrent (unter anderem Namen) kann man ohne Server-/ Trackerverbindung Quellen und / oder Files finden. Hat mit dem Newsthema aber nix zu tun, weil der dadurch entstehende Overheadtraffic trotzdem global übers Web geleitet ...