P2P macht Indiefilm "Ink" zum Hit

Simon_Columbus am Dienstag, 10.11.2009 23:39 Uhr

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Innerhalb weniger Tage wurde "Ink" 400.000 mal heruntergeladen. Wo Hollywood-Größen Schaum vor dem Mund haben, freuen sich die Macher des Indie-Streifens über die unerhoffte Aufmerksamkeit.

"Ink" handelt von einem brutalen Söldner, der in den Träumen der achtjährigen Emma auftaucht. Der Film sei ein "Thriller, der Bewusstes und Unbewusstes übergangslos verwebt", schreibt die IMDb.

Für 250.000 Dollar in Denver, Colorado produziert war der Indie-Streifen nie darauf ausgelegt, ein Massenerfolg zu werden. Aus Hollywood hieß es, es gebe kein Publikum für den Film. Man könne ihn nicht vermarkten. Doch dank BitTorrent hat es "Ink" zum angesagten "It-Film" gebracht.

Nachdem die Filmemacher Kiowa und Jamin Winans keinen Vertrieb für ihren Streifen gefunden hatten, brachten sie ihn selbst in eine Reihe amerikanischer Kinos. Aber erst nachdem jemand den Film auf sämtliche großen P2P-Plattformen brachte, startete "Ink" durch. Innerhalb weniger Tage wurde der Film etwa 400.000 mal heruntergeladen und damit zu einem der "Most Pirated Movies" der Woche. In der IMDb stieg "Ink" ganze 81.093% - ja, das ist ein Punkt, kein Komma - in der Beliebtheit und schoss auf Rang 16 des "MOVIEmeter" der Seite. Wo andere Filmemacher anfangen, sich über "verlorengegangene Einnahmen" aufzuregen, sehen die Winans nichts als einen Grund zur Freude: "Wir wissen nicht genau wohin das alles führen wird, aber [das] ist unfraglich eine positive Sache", kommentierte das Paar in einer Rundmail an ihre Fans die Tatsache, dass sein Film massenhaft illegal heruntergeladen wurde. Gegenüber TorrentFreak bestätigte Kiowa Winans noch einmal ihre positive Haltung gegenüber der Filmpiraterie: "Was Hollywood als verlorene Dollar verbuchen würde, verbuchen wir als gewonnene Fans."

Zumal auch die DVD- und BluRay-Verkäufe von "Ink" deutlich angezogen haben. Andere Piraten, die den Filmemachern gerne etwas zurückgeben wollen, haben das Paar dazu gebracht, auf seiner Seite ein Spenden-Button einzubinden. "Es ist das Indiefilm-Model der Zukunft", sagt Kiowa Winans - und hofft, dass durch die unerwarteten Einnahmen nun die Kosten der Produktion gedeckt werden können. Reich werden wollen die beiden aber nicht - sondern weiterhin "auf das Schärfste unabhängige Filme" machen.

Quelle: TorrentFreak

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vgwort
 
20 Reaktionen aus dem gulli:Board

Argonaut_Iason am 03.12.2009 16:01:16:
Also wer mal einen wirklich guten Film sehen möchte, der sollte diesen nicht verpassen. Und bei wem es an englischer Sprachkenntnis mangelt: http://rapidshare.de/files/48777420/ink_german_v1.5.srt.html Das sind die deutschen ...

CommodoX am 05.02.2010 05:41:52:
Baka. CUBE ist auch ein Indiefilm, der lediglich 350,000 kanadische Dollar gekostet hat und dennoch finden ihn viele Menschen sehr gut... Ohhh CUBE ... lang ists her aber immer noch einer der besten Filme seit langem. Und zwar alle Teile :). Gib es Ink auch auf ...

Facebook am 06.02.2010 21:50:40:
Ich hab den Film gesehen , und ich muss sagen ich bin hin und weg. Die Storyline ist nicht so spannend, aber drei oder vier richtig schön epische Momente dabei, außerdem unglaublich geniale Musik, die beste die ich jemals in einem Film gehört habe (noch besser als Hans Zimmer "Black hawk down" od...

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