Die Europäische Union hat ein Forschungsprojekt gestartet, dass eine Technologie entwickeln soll, die Videostreaming über Peer-to-Peer Netzwerke ermöglicht. Die Ergebnisse der Forschung sollen als offene Technologie auf einer eigenen Plattform veröffentlicht werden. Das Projekt trägt den Namen P2P-Next und im Konsortium sitzen namhafte Institutionen, unter anderem die BBC.
Aktuelle Technologien für die Übertragung von Video über das Internet sind Unicast, IP Multicast, Content Distribution Networks und Peer-to-Peer. Auf der offiziellen Webseite des Projekts von P2P Next wird aufgeführt, dass die letztgenannte Technologie (Peer-to-Peer) über einen schlechten Ruf verfügt, bedingt durch illegales Filesharing. Dennoch, so schreiben sie, handelt es sich bei Peer-to-Peer um eine effiziente und verlässliche Technologie, die darüber hinaus kostengünstig anzubieten ist. Sie ist nicht nur gut geeignet, um jegliche Art von Mediendateien zu verbreiten, sondern wird auch extensiv genutzt. Professionelle Anbieter von Medieninhalten würden in Peer-to-Peer die Zukunft der Mediendistribution sehen. Zumindest als Ergänzung zu etablierten Technologien ist Peer-to-Peer denkbar.
Das Projekt wird mit 19 Millionen Euro gefördert und man möchte zum Ende der vierjährigen Projektlaufzeit eine offene funktionsfähige Peer-to-Peer Videoplattform haben. Sie soll legal, sicher und zuverlässig sein. Die Universität Delft übernimmt die Projektleitung. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es Projektpartner, so zum Beispiel das Institut für Rundfunktechnik in München, Markenfilm, die European Broadcasting Union in der Schweiz und die Universität Klagenfurt in Österreich. Vielversprechend sieht auch das Angebot von den Niederländern Fabchannel aus, die sicherlich versuchen werden, Live-Streamings über diese Plattform zu senden.
Die Initiative steht in Konkurrenz zum Service Joost, die proprietäre Peer-to-Peer Technologie entwickelt haben. Die Gründer von Joost haben ebenfalls Kazaa und den Skype Voice over Internet Protocol (VoIP) Service gegründet.
( via IEEE Spectrum )
Solange sie es nicht P2P 2.0 nennen.
Zitat: Zitat von Karash86 Solange sie es nicht P2P 2.0 nennen. Seh ich da eine kleine Anspielung auf WEB2.0 ?^^ das wohl revolutionärste Projekt der Welt? (Vorsicht Ironie) Als wenn ein Internet nich reichen würde, son scheiß