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06. Februar 2006

Operation Boxenstopp bei der GVU

Weitere Indizien für GVU-Warezserver

Die Großrazzia unter der Bezeichnung "Operation Boxenstopp" bei deutschen Releasercrews scheint für die Gesellschaft für Urheberrechtsverletzungen GVU ein Schuss ins eigene Bein zu werden: an sich als Verfolger unautorisierter Kopien angetreten, verdichten sich die Hinweise darauf, dass die GVU weitaus stärker in die Verbreitung der kopierten Medien involviert war, als sie zugibt. Während der Razzia, in der zahlreiche Server beschlagnahmt wurden und von der mehrere deutsche Releasecrews betroffen sind, wurden auch Geschäftsräume der GVU durchsucht.

Während die GVU angab, nur Daten zum Zweck des Abgleichs mit anderen Ermittlungsergebnissen herausgegeben zu haben, verdichten sich nach Angaben von heise die Hinweise darauf, dass die GVU durchaus als Mitbeschuldigte zum Ziel der Durchsuchungen wurde. In der aktuellen c't 4/2006 veröffentlicht heise Belege dafür, dass mindestens ein FTP-Admin von der GVU bezahlt wurde. Ebenso sei der Serverbetrieb seitens der GVU mitfinanziert worden.

In der Szene selber kursieren schon seit der Razzia die entsprechenden Infos, dass mindestens einer der von der Razzia betroffenen Server von der GVU bzw. einem Undercover-Ermittler mitbetrieben wurde, von mindestens einem weiteren Server wird dasselbe angenommen.

Mehrere Urheber gaben gegenüber der c't an, keinerlei Einverständnis zum Upload ihrer Werke gegeben haben. Sollte sich herausstellen, dass die Server teilweise von der GVU selber gefillt wurden, würde dies nach heise zumindest den Tatbestand der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung erfüllen.

Die Ermittlungen bezüglich der GVU sind von der ursprünglich tätigen StA Ellwangen inzwischen an die StA Hamburg abgegeben worden. Eine Stellungnahme, ob die GVU als Zeuge oder Beschuldigte geführt wird, gab die StA nicht ab.

  • naja.... GVU sagt ja die Industrie hätte denen das erlaubt..... wenn das so wäre, waren die Downloads nicht illegal.... Sollte die Industrie das nicht erlaubt haben hat die GVU illegal gehandelt.... Ich würd mal sagen kann doch nur gut ausgehen.... Es sei es drehen wieder irgendwelche Leute dran und die kommen so davon.... dieser Verein.... is ja keine behörde o.ä., sondern nur ein einfacher Verein... wenn irgendein ...

  • Da die GVU eben keine Behörde ist, handeln sie illegal. Außerdem gehts ums verteilen (server etc.), womit sie, auch mit Genehmigung der Rechteinhaber, gegen geltendes Recht verstoßen! Bleibt zu hoffen, das die Staatsanwaltschaft, wg. öffentl. Interresse, Anklage erhebt. Geht ja irgendwie auch um Anstiftung zum Rechtsbruch. Aber selbst bei Auflösung der GVU wird die Hexenjagd weitergehen. Es geht einfach um zuviel Kohle. So ...

    Cockroach1 am 08.02.2006 00:43
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