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20. Oktober 2008
Opensource Lizenzen Europa stellt eigene Software-Lizenz vorEmmanuel Schmitz, Direktor der "European Studies" der weltweit agierenden IT-Firma Unisys, erklärte auf dem "European Opensource Lawyers Event" die Vorteile einer "European Union Public Licence" (EUPL) gegenüber der aktuellen Version der GNU Public Licence GPLv3. Gerade für öffentliche Verwaltungen und Unternehmen soll die Ende September 2008 präsentierte EUPL besser als die GPLv3 sein. Laut Schmitz weisen beide Lizenzen sehr ähnliche Funktionen auf, unterscheiden sich jedoch in der Grundidee und der Formulierung. So sei die GPLv3 sehr komplex, schwer zu lesen und drei Mal länger als die EUPL. Schmitz sagte in seiner Präsentation, dass die GPLv3 einige Mängel habe. Dies seien beispielsweise Auflagen und Verbindlichkeiten. Demnach sei die GPLv3 nicht so leicht in verschiedenen Sprachen und Gerichtsbarkeiten anwenden. Die EUPL dagegen sei so entworfen, dass sie in allen Mitgliedsstaaten der EU greife und sich deshalb mit dem geltenden EU-Recht, sowie sich mit den Gesetzen der einzelnen Mitgliedsstaaten vertrage. Die EUPL sei sogar kompatibel zur GPL, sodass Projekte, welche beide Lizenzen verwenden würden, problemlos unter die GPL gestellt werden könnten. Neulinge im Bereich der Opensource-Lizenzen, welche die mit Opensource einhergehenden Verpflichtungen und Risiken verstehen wollen, fahren besser, wenn sie die EUPL nutzen, so Schmitz. Die Lizenz der EU ist in 22 Sprachen vorhanden, während die GPLv3 offiziell nur in Englisch veröffentlicht wurde. Dies resultiere daraus, dass bei allen Veröffentlichungen der EU die jeweilige Übersetzung in die Landessprachen Pflicht ist. Alle von der EU anerkannten Versionen sind somit identisch. Bei der GPLv3 sind sprachliche Unterschiede einer der Hauptrisikofaktoren bei der Nutzung der Lizenz. Ein Fehler in der Übersetzung könnte fatale Folgen für die gesamte Community eines Projektes haben. Die EUPL wurde ursprünglich in Englisch, Deutsch und Französisch veröffentlicht und im Januar 2007 von der Europäischen Kommission anerkannt und daraufhin in alle 22 Sprachen der Mitgliedsländer übersetzt. Die Lizenz wird unter anderem für die von der Kommission entwickelten Programme benutzt. Die GPLv3 wurde im Juni 2007 veröffentlicht und schon im Vorfeld heftig kritisiert, zu restriktiv zu sein. Jedoch haben sich laut Palamida schon mindestens 3526 Open-Source-Projekte für diese Lizenz entschieden. Laut Schmitz will die neue EUPL nicht mit der GPL konkurrieren, sondern eine interessante Alternative sein. (_Benny_) (via OSOR, thx!) Verwandte News
Trackbacks
hätte mir 1-2 kleine absätze in der news zum inhalt der eupl gewünscht und nicht nur dass sie kürzer ist... WarBoy am 21.10.2008 15:00
Also der deutsch Übersetzer von der EUPL war wohl auf Drogen als er den Text übersetzt hat... Zitat: “Kompatible Lizenzen” nach Article 5 EUPL sind: Artikel - heißt das. Deutsche Sprache = Schwere Sprache... ich weis, ich weis... auch für Leute aus der EU PS: Da sind noch mehr Typos drin... Tyranastrasz am 21.10.2008 15:12
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