OpenRheinRuhr: 800 Besucher, Fortsetzung folgt!

Ghandy am Montag, 09.11.2009 15:33 Uhr

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Während Microsoft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchaus gewaltvoll das neue Windows 7 in den Markt drückte, fand letztes Wochenende zeitgleich in Bottrop erstmalig die OpenRheinRuhr statt. 800 Gäste aus ganz Deutschland waren zugegen.

Die OpenRheinRuhr e.V., eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel setzt, Firmen und Privatanwendern lizenzkostenfreie Computerprogramme näherzubringen, macht weiter. Um den nicht-gewinnorientierten Charakter der Messe zu unterstreichen, war der Eintritt nach vorheriger Registrierung im Internet sogar kostenlos.

Rund 800 Computerinteressierte nicht nur aus der Region scharten sich in entspannter Atmosphäre um die 46 ausstellenden Hersteller, Projekte, Organisationen und Verlage und konnten sich zwanglos über die Möglichkeiten informieren, in ihrem Betrieb kostenfreie Open-Source-Software zu installieren oder den Privat-PC damit auszurüsten. Die Mitarbeiter der ausstellenden Herstellerfirmen, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, beantworteten zwei Tage lang ausführlich die Fragen der Besucher, egal ob es um die Programme im Speziellen oder den Computer im Allgemeinen ging.

Auch das Begleitprogramm wurde sowohl von Einsteigern als auch Fortgeschrittenen recht rege genutzt. Parallel zur Ausstellung wurden Vorträge und Workshops mit einem reich gefächerten Themenspektrum gehalten, es bestand die Möglichkeit, Linux- und BSD-Prüfungen abzulegen und sich die digitale Unterschrift beglaubigen zu lassen. Karsten Jäger, einer der Organisatoren der ORR, hauptberuflich Systemadministrator, über seine Motivation diese Messe durchzuführen: "Wir möchten den Anwendern und Betrieben beweisen, dass es hervorragende Software abseits der großen, bekannten Hersteller gibt. Weil Computer nicht zum Selbstzweck und zur Kostenfalle werden dürfen, sondern uns Anwendern als Werkzeug dienen sollen, müssen wir auf einer überschaubaren Veranstaltung Entwickler und Kunden miteinander sprechen lassen. Insbesondere im Ballungsraum Ruhrgebiet mit vielen technikinteressierten Einwohnern und kleineren Betrieben ist es wichtig, bezahlbare aktuelle Trends und Technologien vorzustellen." Wir hatten im Vorfeld auf der FrOSCon mit Michael Gisbers ein Interview durchgeführt.

Nach der durchaus erfolgreichen Premiere steht heute schon fest, dass in einem Jahr der nächste Pott Software aufgestellt wird. Aus der Community war zu hören, dass diese mit der Organisation und Location sehr, mit der Zahl der Besucher hingegen etwas weniger zufrieden waren. Im Nachhinein ist es immer schwer zu beurteilen, woran es letztlich lag, dass nicht mehr Menschen in den Saalbau gefunden haben. Bei unserem Besuch am Samstag traten zumindest keinerlei Mängel zutage.

(Fotos: Lars Sobiraj & Richard Verweyen)

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3 Reaktionen aus dem gulli:Board

Kadji am 09.11.2009 19:34:17:
Mhh...woran es lag das nur so wenig Leute anwesend waren? Ich würd mal auf fehlende Werbung tippen. Komm selber aus Bottrop und hatte garnichts von dieser Veranstaltung mitbekommen, schade eigentlich....

Aquädukt am 11.11.2009 03:06:47:
Genauso hier, komme aus Gladbeck und ich lese hier zum ersten mal von dieser Veranstaltung. Da machen die ja mehr Werbung für die Computerbörse im Saalbau....

Ghandy am 12.11.2009 11:23:13:
Sie haben wohl versucht bei den Lokalblättchen einen Artikel geschaltet zu bekommen. Sie wurden abgewiesen, weil sie selbst nicht in Bottrop leben. Klingt bescheuert, ist es auch - aber so war es. Daneben gabs aber generell viel zu wenig Werbung. Hätte mir da auch im Netz mehr Werbung gewünscht...

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