gullinews am Mittwoch, 23.05.2007 13:12 Uhr
Wer dazu den lebendigen Gegenbeweis antreten möchte, oder selbstironisch mal gefordert werden und nerdistisch-anthropologische Nabelschau betreiben will, ist herzlich eingeladen zum nächsten OpenChaos im Mai im Keller der Kartonagenfabrik Seybold in Köln Ehrenfeld. Die Bonner Kulturwissenschaftlerin Mareike Glöss wird den Besuchern ihren nerdkulturellen Spiegel vorhalten und die Ergebnisse ihrer bisherigen Forschungsarbeit präsentieren. Man hofft von Seiten des C4, dass das Selbstbewusstsein der Geeks und Freaks bei Bedarf gründlich aufpoliert werden kann. Denn laut Frau Glöss hat sich in den letzten Jahren eine Art Subkultur gebildet, für die der Begriff "Nerd" nichts Abwertendes mehr darstellt, sondern vielmehr die Gelegenheit gibt, eine eigene Identität zu schaffen und sich dadurch aufzuwerten.
Das Bild vom pickeligen und ungepflegten Brillenträger in Jeans oder in schwarzen Klamotten stimmt also so angeblich nicht mehr. Viele Menschen sehen die Nerds vielmehr als Individualisten, die ihre eigene Mode tragen und ihren speziellen Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Sie passen sich nicht den üblichen Normen an, bewegen sich in ihren selbst gewählten sozialen Kreisen und sind Experten auf ihrem Gebiet.
Die Geschichte von den Nerds und Geeks, die sich alleine von Fastfood ernähren und die Sonne scheuen also nur eine Ansammlung von Vorurteilen oder steckt mehr dahinter? Mareike Glöss wird über alle Aspekte ausführlich berichten und versuchen aufzuklären. Und, im Anschluss sind die Besucher selbst gefordert: Please discuss! Die Meinungen zu diesem Thema dürften sehr weit auseinander gehen.
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gullinews am 23.05.2007 13:11:21: |
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