gulli: Open Source Usability: Canonical will Benutzbarkeit freier Software verbessern

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13. September 2008

Open Source Usability Canonical will Benutzbarkeit freier Software verbessern

Canonical, Mark Shuttleworth's Firma hinter dem bekannten Ubuntu-Projekt, will Benutzbarkeits-Spezialisten einstellen, welche gemeinsam mit freien Projekten den Linuxdesktop verbessern sollen. Mark Shuttleworth kündigte dies am Mittwoch an. Diese Spezialisten, welche aus den Bereichen Benutzbarkeit, Interaktion und Design stammen, sollen laut Shuttleworth eng mit den Entwicklern der freien Software zusammenarbeiten.

Damit wird von Canonical nun das umgesetzt, was Shuttleworth im Juli bei seiner Keynote auf der OSCON gefordert hatte. Dabei will Shuttleworth den Linuxdesktop für Endanwender attraktiver als Mac OS X gestalten. Mac OS X gilt als Vorzeigebeispiel, was Usability und Design angeht. Dies sei jedoch, wie Shuttleworth nun einräumte, eine gewaltige Aufgabe. Es müsse eine umfassende Designphilosophie für den Desktop geben sowie eine Anleitung zum Erstellen von Oberflächen, welche den Benutzer mit einbeziehen. Mit Hilfe der Community können Grenzfälle und Inkonsistenzen über eine große Auswahl von Software hinweg aufgespürt und beseitigt werden, so Shuttleworth optimistisch.

Canonical ist, auch wenn dies wegen Ubuntu möglicherweise anders erscheint, immer noch eine ziemlich kleine Firma und war daher bisher nicht in der Lage, größere Beiträge zur Open Source Community zu leisten. Die Erstellung von Ubuntu, die schnelle Integration neuer Entwicklungen und die Verbreitung der Distribution an neue Anwendergruppen stellen jedoch Errungenschaften dar, die nicht zu unterschätzen sind. Mittlerweile sei Canonical laut Shuttleworth mehr und mehr in der Lage, auch Entwicklungen in der freien Software, welche ein Teil von Ubuntu ist, mitzutragen. Die eingeschlagene Marschrichtung könnte das Ergebnis der Forderung von Shuttleworth sein, im nächsten Jahr die populäre Linux-Distribution auf vielen Millionen Geräten auszuliefern. Einerseits dürfte das Unternehmen somit bestrebt sein, eine exzellente Distribution für diese Geräte zu produzieren. Andererseits kann mit den Einnahmen aus diesen Geschäften auch das Engagement in der Open Source Community erweitert werden. (_Benny_)

(via arstechnica, thx!)

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