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24. März 2008
Open-Source Münchener Oberbürgermeister gegen Microsoft Dokumentformat OOXML, für Open Source Lösung ODFDer Münchener Oberbürgermeister Christian Ude lehnt das OOXML-Format von Microsoft ab. Er wendet sich mit einem Schreiben an Michael Glos vom Wirtschaftsministerium. Dort wird mit dem Deutschen Institut für Normung an einer neue ISO-Norm gearbeitet für das offene Dokumentformat OOXML von Microsoft. Ude, der sich seit 2003 in der Stadtverwaltung München für freie Software einsetzt, sagt, dass ein weiteres Format die Interoperabilität einschränke und den Wettbewerb vermindere. Münchens Oberbürgermeister setzt sich schon länger für das sogenannte Open Document Format (ODF) ein, welches die Stadtverwaltung München seit Jahren nutzt. Die Bestrebungen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Microsofts OOXML-Format als neuen Standard einzuführen, würden Wirtschaft, Wettbewerb und Interoperabilität nicht erhöhen, sondern im Gegenteil vermindern. Wörtlich schreibt er im Statement an das Ministerium: Microsofts neues Format, dass den leicht für Verwirrung sorgenden Namen "Office Open XML (OOXML)" trägt, soll weniger leicht zu implementieren sein. Außerdem müßte man bei zwei Standards mit doppeltem Aufwand rechnen und allein große Unternehmen könnten sich das leisten. Es betrifft nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen in ganz Deutschland. Auch die Kommunikation der Verwaltung mit ihren Bürgern ist dadurch betroffen. Ude meint, man bräuchte allein das bereits ISO-standardisierte Open Document Format (ODF). Ein weiteres ISO-genormtes Format wäre als unnötig zu betrachten. Er fordert das DIN auf, ein klares "Nein" zu diesem neuen Standard zu sagen. Das offizielle Statement kann man direkt als pdf runterladen. Gleichlautende Schreiben gingen auch an Dr. Torsten Bahke, Direktor des Deutschen Instituts für Normung (DIN) e.V., und Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. ( via Symlink ) Verwandte News
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