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19. Dezember 2007
Onlinedurchsuchung Unternehmen fürchten um KreditwürdigkeitDass der geplante "Bundestrojaner" weit über die Abschaffung der Privatsphäre Folgen hat, wurde auf der Veranstaltung von privatsphaere.org letzten Freitag in Mannheim konstatiert. Unternehmen sehen ihre Kreditwürdigkeit gefährdet, die Probleme Informantenschutz oder drohende Einschränkungen für Systemadministratoren wurden ebenfalls thematisiert. Enttäuschend: die Presse schien sich für die Thematik nach wie vor wenig zu interessieren. Constanze Kurz von der Humboldt-Universität übte Kritik am Begriff der "Onlinedurchsuchung", die sich neben dem "Bundestrojaner" in der Diskussion durchgesetzt hat. Stattdessen empfiehlt sie, von der "Computerwanze" zu sprechen, da viele Computer heute mit Mikrofon und Kamera ausgestattet sind. Wohn- oder Büroräume können prinzipiell sowohl optisch als auch akustisch überwacht werden.
Das wachsende Misstrauen gegenüber staatlichen Programmen thematisierte Constanze Kurz. Den Bemühungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) um die Entwicklung einer "Sicherheitskultur" in Deutschland seien die Pläne aus dem Bundesinnenministerium vollkommen entgegengesetzt:
Trotz dieser Gefahren scheint die öffentliche Wahrnehmung - ob privat oder in den Unternehmen - enttäuschend. Ein Bewusstsein für die tatsächlichen Anforderungen an eine sichere Informationsgesellschaft - jenseits der beschworenen "Terrorgefahr" - ist kaum vorhanden. Statt der Schaffung von immer weiter reichenden Schnüffelbefugnissen gibt es zahlreiche Baustellen in der IT-Sicherheit, auf denen indessen wenig passiert. Selbst bei großen Unternehmen - beispielsweise aus der Bankwirtschaft - bewege sich wenig, so die Veranstalter. Selbst Spitzeninstitute seien nach Teilnehmerangaben
Von ersten Erfahrungen aus der VDS berichtete der Journalist und Redakteur der Tageszeitung "Die Rheinpfalz" Thomas Huber. Durch die staatliche Überwachung fürchten bislang anonyme Informanten der Presse um ihre Sicherheit, investigativer, kritischer Journalismus werde so massiv behindert.
Aus Belgien wird berichtet, dass diese Befürchtungen dort schon längst Wirklichkeit sind: Dort ist die entsprechende Direktive der Europäischen Union bereits umgesetzt worden. Weitere Frustration herrschte angesichts der fehlenden Pressepräsenz. "An einer Hand" abzählbar waren die Journalisten auf der Veranstaltung, das gleiche galt für ähnlich massiv betroffene Berufsgruppen aus der produzierenden Wirtschaft, Anwälten, Steuerberatern, Heilberufen und Sozialdiensten. Die Veranstaltung der FSF Europe wird damit nicht die letzte zum Thema gewesen sein. Denn nach wie vor tut Aufklärung dringend not. Verwandte News
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jep, entweder man passt sich an oder wird ausgesondert/sanktioniert - oooder wendet sich von der zivilisation ab... die sache ist nur die, wie bereits in anderen gesetztesänderungen (mehrwertsteuer usw) wird einen monat lang noch drüber gesprochen und diese danach als "normalität" hingenommen 20hz am 27.12.2007 14:02
Zitat: Zitat von Habek Das ist auch in der Schweiz und anderen sogenannten freien Staaten so, eigentlich überall, da das Prinzip von Staat und Moral etc immer das Denken der Mehrheit ist. Gerade diese (fast schon) vorgeschriebene "Normung" finde ich schlimm. Unsere Politik macht sich immer überall auf der Welt damit wichtig, was wir doch für tolle "Freiheiten" haben. Im GG sind Dinge wie ... titus_shg am 27.12.2007 14:10
Zitat: Im GG sind Dinge wie Handlungsfreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit, informationelle Selbstbestimmung und vieles mehr eigentlich verankert, all dieses wird jedoch durch immer mehr Gesetze und Verordnungen langsam aber sicher zur reinen Makulatur, in der Praxis bleibt von alledem bald nichts mehr übrig. Handlungsfreiheit an sich gibt es nicht, bloss freie Entfaltung der Persönlichkeit, die ... Habek am 27.12.2007 14:18
Zitat: Zitat von Habek Das ist denen nicht nur am Liebsten, diesen Zustand haben wir schon lange erreicht Das ist ja gerade die Schwäche der Demokratie, dass der Mehrheitswille auch befolgt wird, wenn er idiotisch ist, aber Schäuble etc handeln eigentlich rechtmässig, da sie das machen, was die Bierbäuchler wollen. Hammer-Statement! MfG Andy titus_shg am 27.12.2007 14:53
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