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25. September 2006

Online-Zeitungen sollen nicht mehr gelesen werden

Webseiten werden gemeinhin mit dem Ziel ins Netz gestellt, dass sie gelesen werden. Und ein Großteil der Leser finden über Suchmaschinen auf selbige Webseiten, den Großteil der Webmaster freut das, einige sollen gelegentlich sogar einigen Aufwand betreiben, damit ihre Inhalte gut über Suchmaschinen gefunden werden. Nicht so die World Association of Newspapers : der Verband möchte die Suchmaschinen nach Belieben aussperren können.

Was er indessen durchaus schon kann: die gängigen Crawler halten sich an die Regeln einer robots.txt. Die damit möglichen Zugangsbeschränkungen reichen den Verlegern jedoch nicht aus: dafür wird nun ein DRM-System namens "Automated Content Access Protocol" (ACAP) entwickelt werden, welches die großen Suchmaschinen dazu bringen soll, Content nur im Rahmen gewährter Nutzungsbedingungen zu indexieren und anzuzeigen.

Online-Inhalte von Zeitungen via Google News sollen damit nach Willen der Verleger unterbunden werden. Futurezone befürchtet jedoch auch Folgen für Blogger, die in der Verlinkung von Online-Artikeln eingeschränkt werden könnten.

In der Folge sollen die Inhalte gegebenenfalls indexiert werden, aber Artikel beispielsweise nur für begrenzte Zeit oder gegen Bezahlung über die Suchmaschinen lesbar sein - diese würden zunehmend zu Publishern, statt nur auf die Seiten der Online-Magazine zu verweisen, wie seitens der WAN geklagt wird.

Der durchschnittliche Google-Nutzer dürfte hingegen nach wie vor seine Suchmaschine anwerfen und auf die gefundenen Links klicken, um auf den Seiten der Herausgeber direkt zu lesen - und was den meisten Webmastern durchaus recht ist, sollte den Online-Zeitungen billig sein. Dennoch scheint es den Verlegern durchaus ein großes Anliegen sein, dass weniger Leute ihre Online-Angebote lesen.

Wäre es dann nicht einfacher, sie würden einfach keinen Content mehr ins Netz stellen?

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