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19. Juni 2007
Online-Durchsuchungen SPD-Vorbehalte gefährden Deutschlands SicherheitGeredet wird über heimliche Online-Durchsuchungen in Deutschland nun schon seit Monaten - zuletzt wollte Wolfgang Schäuble noch bis zu den Sommerferien des Bundestages entsprechende Gesetzesvorschläge vorlegen. Ausgerechnet die SPD, die keine grundsätzlichen Einwände hat, bremste den Innenminister nun. Bis zur im Juli beginnenden Sommerpause des Parlaments hatte der stets um besondere Bürgernähe bemühte Innenminister einen Gesetzentwurf vorlegen wollen, der die für das heimliche Ausspähen von Computern nötigen rechtlichen Grundlagen regeln sollte, deren Fehlen im Februar der Bundesgerichtshof bemängelt hatte.
Doch nun überrascht ausgerechnet die SPD mit der Absage einer ersten Koalitionsrunde zur Beratung der geplanten gesetzlichen Änderungen. "Die BKA-Novelle ist notwendig, aber wir werden keine schnellen Ergebnisse bekommen." erklärte zu dieser Entscheidung Dieter Wiefelspütz. Ein Hau-Ruck-Verfahren könne nicht zum Erfolg führen. In der SPD-Fraktion sei besonders "gegenüber Online-Durchsuchungen" die Skepsis groß. Um die "weitgehende Ablehnung" zu überwinden, müsse noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden - Terroristen hielten in Deutschland auf diesem Gebiet sich bisher ja sträflicherweise auch sehr zurück, da fehlen die wirklichen Argumente. Wolfgang Schäuble freilich wird nicht verzagen. Zwar sind nun vermutlich bis zum Ende der parlamentarischen Sommerpause gesetzliche Regelungen zu Online-Durchsuchungen, aber auch zur bundesweiten Rasterfahndung durch das BKA und zur akustischen Wohnraumüberwachung vom Tisch, doch bis dahin kann ja noch viel geschehen ... Verwandte News
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