gulli: OLPC: Künftig auch mit Windows erhältlich?
16. Mai 2008

OLPC Künftig auch mit Windows erhältlich?

Wegen des schleppenden Absatzes soll der "100-Dollar" Laptop künftig auch mit Windows anstelle von Linux angeboten werden. Der Hersteller verspricht sich davon, den Verkauf anzukurbeln. Unter Umständen wäre auch ein Kompromiss in Form eines Dual-Boots denkbar. Richard Stallman hat sich konsequent gegen diesen Schritt ausgesprochen. "Ich glaube niemand sollte ein Produkt kaufen oder tolerieren, dass DRM beinhaltet, außer er beherrscht die Mittel um dem Einhalt zu gebieten. Ich habe keine Kopie eines Abspielprogramms für codierte DVDs, kaufe mir keine verschlüsselten DVDs und akzeptiere diese nicht mal als Geschenk, ihr solltet das auch nicht tun".

"One Laptop Per Child" Gründer Nicholas Negroponte hat verlauten lassen, er könne sich gut vorstellen, den Billig-Laptop in Zukunft nur noch mit Windows XP auszurüsten.

Seit geraumer Zeit laufen Verhandlungen mit Microsoft bezüglich dieses Vorhabens. Ebenso wird überlegt, ob nicht auch eine Dualboot Funktion zur Verfügung stehen solle. Ob eine Zusammenlegung beider Systeme die Verkaufszahlen nach oben treiben könne, ist umstritten, denn die benötigten Dienste leistet sowohl Linux als auch Windows. Negroponte bezeichnet sich selbst als Fan von Open-Source Produkten, jedoch sei er kein Fundamentalist auf diesem Gebiet, sondern viel mehr Geschäftsmann. Aus diesem Grund wäre für ihn ein Wechsel auf die "andere Seite" durchaus denkbar.

Der "XO" soll jedoch nicht zu einem "Werkzeug der Unterwerfung" werden, so Richard Stallman von der Free Software Foundation. Ginge es nach ihm, soll der OLPC frei von kommerzieller Software und dessen Einfluss bleiben. Eine mögliche Alternative wäre die Benutzung der Oberfläche "Sugar". Berichten zu Folge handelt es sich bei Sugar um eine grafische Oberfläche, die besonders für Kinder ansprechend und einfach zu benutzen sei. Der Hersteller sieht keine Probleme hinsichtlich der Installation auf einem "XO".

Die eigentlichen Erwartungen, sowie die Verkaufszahlen, entwickeln sich momentan nicht nach den Vorstellungen des Herstellers. Deswegen sei nun ein Umdenken hinsichtlich der Vermarktung dringend erforderlich. OLPC, Windows, crashErhofft hatte sich das Unternehmen mehrere Millionen Stück zu verkaufen, bisher wurden nur 500.000 Discountrechner an den Mann gebracht. Allgemein befindet sich das Projekt auf Umwegen.

Der ursprünglich angekündigte Preis von 100 US-Dollar war für das Unternehmen nicht tragbar, so hat sich dieses zur Verdopplung des Verkaufspreises auf 200 US-Dollar entscheiden müssen.

(Autor: gS-)

(Via techcrunch.com & stallman.org, thx!

  • 10 Kommentare zum Artikel
  • Also zum Thema Windows, oh ja das wird sich noch sehr lange halten - auch wenn die Konkurrenz um Ubuntu und Derivate immer größer wird. Und zum OLPC, dem 200 $ Laptop, naja ich denke, dass die Zielgruppe welche den nutzt auch mit Linux alles machen kann was sie möchten. Ein Dualboot is doch auch unsinnig, was bringt das denn ? ich schließe mich dem obigen Post an, die haben bestimmt ganz andere Sorgen um sich zu überlegen welches ...

  • Wo sind die Stimmen aus dem Open-Source Bereich ? LINUX

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