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31. März 2006
Offiziell DRM-Musik ist minderwertigMI zahlt für Produktverschlechterung Die hohlen Phrasen vom "Genießen hochqualitativer Musik", die mit DRM-Maßnahmen erst möglich sein sollen, entstellt die Industrie gelegentlich selbst zur Kenntlichkeit. In Südkorea bietet die Soribada künftig wahlweise DRM-verseuchte und DRM-freie Musik zum Kauf an. Welche Variante dem Kunden mehr Wert bietet, macht der Preis unmittelbar deutlich: DRM-freie Tracks sind 20 Cent teurer. Was jedoch noch erstaunlicher ist: was den Labels DRM schlussendlich wert ist. Für einen meist ohnehin leicht knackbaren Kopierschutz läßt sich die Musikindustrie über 20 Cent pro Track durch die Lappen gehen. Ein Musikfan, der sich zwei Alben im Monat kauft, zahlt für die DRM-verseuchten Tracks im Jahr 24 Euro weniger: 24 Euro, die bei den beklagten geringen Gewinnspannen der Industrie direkt in die Taschen der Labels fließen könnten. Oder anders gerechnet: statt 51 Cent zahlt der Kunde für DRM-freie Tracks 72 Cent - 40% mehr, wie die Labels den Preis für DRM-freie Musik offenbar veranschlagen. Für einen sinnlosen Kopierschutz, der erstens Geld kostet und zweitens den Produktwert schmälert, lassen sich die Firmen eine solche Gewinnspanne entgehen. Für die Verschlechterung eines Produkts Geld auszugeben, ist marktwirtschaftlich mehr als sinnfrei. Sich durch diese Verschlechterung eine um 40% höhere Gewinnspanne entgehen zu lassen ebenfalls. Dennoch erkauft man sich für teures Geld Rootkit-Skandale, verärgerte Kunden und minderwertige Produkte. Wer an der angeblichen Misere der Industrie nun schuld ist? Verwandte News
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