NRW-Justizministerium sperrt WDR-Webseite

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_020200 am Dienstag, 15.12.2009 17:38 Uhr (Rating: RatingRating)

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Das Justizministerium sperrt die Webseite des WDR für ihre Mitarbeiter. Der Grund sei zunehmende, dienstfremde Beschäftigung am Arbeitsplatz. Jedoch könnte es auch ein Versuch der Ministerin Müller-Piepenkötter sein, Kritik gezielt zu unterbinden.

Der öffentliche Dienst ist, was das Internet betrifft, gerne mal eigenwillig. So ist es gang und gäbe, dass nicht-ranghohen Mitarbeitern der offene Zugang zum www grundsätzlich gesperrt ist und nur einige wenige Seiten zur Verfügung stehen. Beim Justizministerium NRW waren das bisher die Webseiten "Gelbe Seiten", "Meine Stadt", die Webseite des Duden-Verlags, sowie das Internetangebot des WDR. Letzteres erscheint sinnvoll, um über aktuelle Ereignisse in der Region auf dem laufenden zu bleiben. Doch der Zugang zur WDR-Seite wurde jetzt gesperrt. Offiziell ist die Rede davon, dass Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz zu sehr zerstreuen würden. Der wahre Grund aber könnte auch sein, dass die Ministerin versucht, gezielte öffentliche Kritik aus den eigenen Reihen auszuschalten, die in der noch immer anhaltenden Diskussion um die Gefängnisausbrecher aus Aachen.

Viele der Kommentare in dem inzwischen Beachtlichen Diskussionthread haben einen eher beschwichtigenden Charakter, welcher durchscheinen lässt, dass die Beamten und Angestellten möglicherweise an ihre Weisungen gebunden sind - die wenig Raum für öffentliche Kritik lässt. Grundsätzlich drehten sich die Gespräche viel um Besoldung und Arbeitsbedingungen. Auch lobende Kommentare gegenüber der Ministerin Müller-Piepenkötter, kann man in dem WDR-Forum lesen. Doch wurde der Zugang zu den Seiten des WDR gesperrt. Als offizieller Grund wurde angegeben, dass "dienstfremde Beschäftigung" überhand genommen hätte. Offiziell stand in einer dienstinternen Mitteilung zu dem Thema, dass "dem Justizministerium Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass während der Dienstzeit in mehr als nur unerheblichem Umfang dienstfremder Beschäftigung nachgegangen worden ist." Vielleicht ein Zufall. Vielleicht aber doch auch eine direkte Reaktion auf erste, offene kritische Worte von Dienstmitarbeitern aus dem Ministerium? Dieser Zusammenhang ist nur schwer nachzuvollziehen, jedoch führte die Sperre der WDR-Seiten - eigentlich hätte man es sich denken können - nun erst recht zu offener Kritik. Von "Zensur" ist die Rede, und davon, dass die Ministerin die "Realität schon längst verlassen hätte". Schritte wie diese würden das nur bestätigen. Einige der Autoren einger Kommentare geben ab, dass sie die Meldungen von ihren "Privatrechnern" geschrieben haben, da man vom Dienstrechner aus den WDR nicht mehr betreten darf. Gerade angesichts dieser nun öffentlich ausgetragenen Zensurvorwürfe darf man gespannt sein, wie sich das Thema weiter entwickeln wird.

Den aktuellen Kommentarthread auf WDR zu dem Thema, findet man hier.

(via WDR, Süddeutsche, thx!)

Bild: (CC) BY-SA Wikipedia

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17 Reaktionen aus dem gulli:Board

Black-Light am 16.12.2009 09:45:34:
Ich finde das sinnvoll und auch richtig das man nicht auf die Seite des WDR zugreifen kann. Man kann dort lediglich auf 2 Seiten im Interner zugreifen. Die Gelben Seiten und den Duden. Alle anderen sind gesperrt was ich auch richtig finde da die Leute zum Arbeiten dort s...

Pudelentkerner am 16.12.2009 16:50:47:
LOL Ich las die Headline über einen Gulli-Newsticker auf einer anderen Seite, zuerst dachte ich: WTF! Ich nahm an, das Justizministerium sperrte die WDR Seite für alle. dann klickte ich darauf, und las. Kann es sein, dass Gulli einfach reisserische Headlines produziert? Ich bezeichne das schonm...

WayneEU am 17.12.2009 00:39:11:
Kann es sein, dass Gulli einfach reisserische Headlines produziert? Ich bezeichne das schonmal als bewusste Irreführung. An meiner Arbeit surfen darf ich ebenfalls nicht. Also, Gulli, denk dir was mit Porno aus, wenn du willst, dass ich nochmal von meiner Seite auf eu...

vgwort
 

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