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27. Juni 2005

Norwegen Proprietäre Datenformate nicht mehr akzeptabel

Für die Behörden- und Regierungskommunikation bald nur noch offene Standards

Harte Zeiten für Microsoft in Norwegen? Der Stand des Softwareriesen dürfte von der Entscheidung des Modernisierungsministeriums unter Minister Morten Andreas Meyer durchaus geschwächt werden. Mit dem "eNorge 2009" - Programm will sich die Regierung vollkommen von proprietären Dateiformaten verabschieden. Für die Kommunikation zwischen Bürgern, Regierung und Verwaltung sollen in Zukunft nur noch offene Formate eingesetzt werden. Konkret heisst das für MS, dass sie die Formate ihrer verbreiteten Officeprodukte offenlegen und frei lizenzieren lassen müssen - oder dass sie in Zukunft nicht mehr verwendet werden dürfen.

Gleiches gilt für andere Medien: auch hier dürfte sich mit der Entscheidung der norwegischen Regierung die Position der offenen Formate weiter stärken. In Zeiten, in denen freie Software zunehmend durch Softwarepatente gefährdet wird, ist eine Stärkung von offizieller Seite immer zu begrüßen.

Parallel dazu steigt die norwegische Verwaltung großflächig in die Nutzung von Open Source ein. Bis 2006 soll jede Verwaltungsabteilung ein entsprechendes Umstiegskonzept vorlegen, welches den Wechsel auf Open Source und offene Formate beschreibt.

"Ohne offene Standards zu unterstützen, wird sich Microsoft schnell in die Irrelevanz katapultieren, was seine Rolle als Anbieter für den öffentlichen wie auch geschäftlichen und privaten Sektor angeht", so Andwest.com.

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