|
27. September 2007
Niederlande ohne Nedap Keine Wahlcomputer bis auf weiteresDie Aktion "Wir vertrauen Wahlcomputern nicht" hat Grund zu feiern: in den Niederlanden wird bis auf weiteres wieder auf Papier gewählt. Den Nedap-Wahlmaschinen, die auch schon in Deutschland zum Einsatz kamen und deren angebliche Sicherheit vom Chaos Computer Club anschaulich demontiert wurde, sind die Zulassungen entzogen worden. Damit erfolgte die Damit ist die Gefahr einer flächendeckenden Einführung von Wahlcomputern aber keineswegs vorgebeugt. Auch in Deutschland wurden die Maschinen schon eingesetzt, ungeachtet der zahlreich dokumentierten Mängel von Geräten unterschiedlichster Hersteller. In den USA waren die Wahlmaschinen insbesondere des Herstellers Diebold in die Kritik geraten. Und unabhängig von der Sicherheit oder Manipulierbarkeit der Geräte: eine Wahl auf Papier ist weitaus schwerer zu manipulieren, sie ist für Wahlhelfer vor Ort - also Laien - transparent und überprüfbar. Es mutet mehr als seltsam an, wenn per undurchsichtiger Computertechnik eine für das Bestehen einer Demokratie so zentralen Institution wie der Wahl manipulierbare, intransparente Hard- und Software zum Einsatz kommen soll. Denn mehr als ein paar Stunden Zeitgewinn bei der Auszählung kann sich von den Wahlmaschinen niemand erhoffen. Und Hand aufs Herz: Wer in der Politik ist am frühen Morgen nach einer Wahl schon regierungsfähig? Bis die Frust- oder Siegeskater ausgeschlafen sind, ist die Auszählung auch auf Papier längst durch. Verwandte News
Trackbacks
|