Das, liebe Kinder, sind der Marc, der Oliver und der Alexander von Jamba. Die haben jetzt noch mehr zu lachen, weil ihre ehemalige Firma für lächerliche 188 Millionen Dollar an einen der weltweit größten Medienkonzerne verkauft wurde. Damals sind noch fette 273 Millionen Dollar beim Verkauf an VeriSign über den Ladentisch gegangen. Wahrscheinlich können sie nicht mehr aufhören sich darüber zu freuen, was aus ihrem Unternehmen wird. Denn der liebe Papa Murdoch aus Amerika kümmert sich jetzt liebevoll und mitfühlend darum. Und bitte zerbrecht euch nicht den Kopf darüber, was ein Monopol oder ein Medienmogul ist. Darüber, liebe Kinder und Jugendliche macht euch jetzt bitte so wenig Gedanken wie möglich.
Einen Tag nach der Übernahme von Jamba an die News Corp. erklärt dessen Präsident und COO Peter Chernin auf dem CTIA Wireless IT & Entertainment Kongress in Los Angeles:
"Die Zeit für die Partnerschaft mit der Mobilfunkindustrie um unterhaltsame Inhalte zu präsentieren ist gekommen".
Chernin weiter:
"Wenn wir erreichen, dass jeder Teenager in den USA fünf Dollar pro Monat in mobiles Entertainment investiert, generiert dies Umsätze in Höhe von 5 Milliarden Dollar für die Industrie".
Er bemängelt, dass heute nur ca. vier Prozent der 219 Millionen Teilnehmer in den Vereinigten Staaten gebührenpflichtig Fernsehsendungen auf ihren Geräten verfolgen. Wenn dieser Anteil auf 20 Prozent steigen und jeder nur 10 Dollar pro Monat in mobile TV-Dienste investieren würde, könnte dies weitere fünf Milliarden Dollar Ertrag bedeuten. Selbst die Anhebung der Verkäufe von Klingeltönen um nur fünf Prozent ließe die Kassen um eine weitere Milliarde Dollar pro Jahr klingeln.
Weiterhin fordert er alle Beteiligten dieses Marktes zur Zusammenarbeit auf, um solche Umsatzsteigerungen möglich zu machen.
"Ich arbeite in einem Geschäft, wo ich ein Produkt produziere, welches völlig unnötig ist. (...) Keiner braucht unsere Inhalte, aber wir haben sie dazu bekommen, sie unbedingt haben zu wollen".
Zum Hintergrund: Die News Corp ist eines der weltweit größten Medienkonglomerate. Im letzten Geschäftsjahr konnte laut Wikipedia.org ein Erlös von 23,859 Milliarden Dollar erzielt werden. Darin sind noch nicht mal die Umsätze der Firmen, wie DirecTV oder BSkyB enthalten, an denen man beteiligt ist. Die Liste der Unternehmen, die Rupert Murduch, CEO, besitzt oder an denen sein Unternehmen einen Anteil hält, scheint endlos zu sein. Von Zeitungen, Bücherverlagen, Zeitschriften, Film- und Fernsehstationen, Internetfirmen - wirklich alles von Rang und Namen ist dabei.
Dagegen erscheinen der Marc, der Oliver und der Alexander wie kleine Lichter am Firmament. Immerhin waren sie firm darin, in kürzester Zeit möglichst viel Geld zusammenzutragen.
... nt und COO Peter Chernin einen Tag nach der Übernahme von Jamba (mehr bei Gulli.com). Da hat er recht der gute Mann und wenigstens ist er ehrlich. Das ist wohl da ...
Zitat: Die Leistung ist auch nicht die Innovation, sondern wie man das ganze umgesetzt hat Ja, mit Kapital von Investoren... Halten wir fest: Keine eigene Idee und nicht aus eigener Kraft entstanden...
Zitat: Ja, mit Kapital von Investoren... Ja, natürlich mit Investoren. Das man sowas nicht mal schnell privat bezahlen kann, ist ja wohl klar! Aber willst du wirklich bestreiten, dass die sehr erfolgreich gearbeitet und ihre Unternehmen sehr schnell gut am Markt positioniert haben?
Die Schmidtlein GbR arbeitet in diesem Sinne auch "gut"; also wirtschaftlich...
Die eine Sache ist ja die, daß jeder Vollspack und so ziemlich jedes menschliche Wesen unterhalb/bis 18 Jahren und sofern es im Bereich der "zivilisierten Welt" lebt, sich dieses Zeug via Jamba und Co holt, während man es völlig legal, wesentlich günstiger und ohne wirkliche Probleme auch über den Umweg Internet auf's Handy pappen kann. Den Preis für ein, maximal zwei Monate Jamba und Co in ein Datenkabel investiert (falls man nicht ...