gulli: Neues DRM soll den Nutzer identifizieren
30. März 2006

Neues DRM soll den Nutzer identifizieren

Accenture LLC geht nicht ins technische Detail

Die erste Hälfte des Films auf dem Arbeitsrechner und die zweite im Schlafzimmer auf dem Multimediacenter ansehen: das geht bei den meisten DRM-geschützten Streaming-Angebote für Video nicht. Die Kopierschutztechnik identifiziert das Gerät und nicht den Käufer, und dadurch wird man beim Filmschauen leicht unflexibel. Das gilt es zu ändern, so die Accenture LLC.

Nicht an den Player, sondern an den zahlenden Kunden direkt sei das DRM-System gekoppelt, welches man momentan entwickle, so Accenture gegenüber TechWeb. Wie diese Koppelung genau aussehen soll, wurde nicht geklärt: ob sich der Nutzer nun gegenüber jedem Gerät ausweisen muss, welches er zum Abspielen verwendet, mit welcher Technik dies geschieht - digitale Zertifikate? Biometrie, womöglich? - und was daran kundenfreundlich sein soll, all dies ist vorläufig offen.

Die schöne neue Medienwelt soll aber immerhin flexibler werden, und das trotz digitalen Rechtemanagements, welches böse Zungen meist treffender als digitales Restriktionsmanagement bezeichnen. Bequemer Videokonsum nach Vorstellung der Contentindustrie sieht in Bälde vermutlich die persönliche Abmeldung am Rechner und die Wiederannmeldung am DVD-Spieler im Wohnzimmer vor, wenn man den Ort zum Filmsehen wechselt.

Neue Kundenfreundlichkeit, für die sich die Contentanbieter zügig entscheiden sollten, zumindest laut Accenture-Exec Richard B. Le Vine. Man könne damit in Bälde Milliarden verdienen.

  • 17 Kommentare zum Artikel
  • Ich mache schon seit Jahren einen großen Bogen um DRM verseuchtes Material und so wird es auch bleiben. Diese gängelungen des zahlenden Kunden geht mit auf die Nerven.

    BigWilly am 30.03.2006 20:09
  • Zitat: Zitat von hx0c Aber das DRM für Musik kann man ja im Moment knacken. Einfach mit nem Programm wieder aufnehmen. Das Video kann man doch auch knacken. Man nimmt einfach das Video nocheinmal auf und gut ist. Solange es Kopierschutztechnicken gibt, gibt es auch Möglichkeiten diese zu umgehen. Nur wenn die Kopierschutztechnik gleich einen halben Lebenslauf an die entsprechende Firma schickt, kauft man sich doch ...

    sebamed.. am 31.03.2006 09:03
  • Genau Sebamed, @ hX0c es geht nicht darum ob man das DRM knacken kann. Das geht am Sinn der Sache vorbei. In dem moment wo Du ein DRM File knackst oder über wieder aufnehmen umgehst, da hat irgendjemand schon für das DRM bezahlt. Also fühlt sich dann die Industrie bestätigt das das mit dem DRM eigentlich gut klappt es an den Kunden zu bringen und wir, die es knacken, werden dann wieder als die Bösen hingestellt. Nene, das kann nicht Sinn ...

  • Nur keine Angst laaaangsam, gaaaaanz langsam werden auch die Kinder so erzogen, dass sie die ganze Überwachungssch**** schlucken, und wir enden in Ungefähr so, wie im Spiel The Moment of Silence Und wenn die Industrie das jetzt auf einen Schlag nicht hinbekommt, dann probieren sie es einfach später nochmal, im diesem Sinne: Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage... hehe

    psycho_matic am 31.03.2006 16:01

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