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01. Februar 2006
Neue Filesharerklagen in USA und UKUK-Provider geben Daten heraus, RIAA klagt Weitere 750 Klagen gegen Unbekannt hat die RIAA gegen Filesharer eingereicht: die Gesamtzahl der von ihr belangten Fans steigt damit auf 16.837. In der Regel weren die klagen allenfalls mit einem "vergleich" beigelegt: die Opfer zahlen eine vierstellige Summe "Schadenersatz", woraufhin es zu keiner Gerichtsverhandlung kommt. Auch in Großbritannien versucht man, in der Liga der USA mitzuspielen, was das Kriminalisieren der Tauschbörsen angeht; mit einem weiteren kleinen Erfolg. 10 ISPs, unter anderem BT, Tiscali und Telewest konnten dazu verpflichtet werden, die Daten von ebenfalls 150 Filesharern an die Federation Against Software Theft FAST herauszugeben. Innerhalb von 2 Wochen müssen sie dieser Verpflichtung nachkommen, woraufhin FAST entscheidet, wie gegen die User vorgegangen wird. Mit diesem Vorgehen hatte in Großbritannien die BPI bereits Erfolg: von 139 Usern konnte sie die herausgabe der Daten erzwingen, letzte Woche ergingen zwei Schuldsprüche. In Deutschland wurde von ähnlichen Massenermittlungen seitens der Verwerter bislang abgesehen. Gefahr für die Filesharer geht hierzulande vor allem von einzelnen Angeboten aus, die im Auftrag der Rechteinhaber gezielt in den Tauschbörsen überwacht werden: die Schweizer Firma Logistep überwacht beispielsweise die Angebote des Games "Earth 2160" oder des Albums der Hiphopcrew "Glashaus" in den Tauschbörsen. Automatisiert erstellte Anzeigen stoßen auf wachsenden Protest der Staatsanwaltschaften, die in den letzten Monaten von mehreren 10.000 Anzeigen überschwemmt wurden.
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