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09. März 2008

Neue ANSI-Collection "Know your roots" veröffentlicht

Es passiert heute im Gegensatz zu früher nicht allzu häufig, dass überhaupt noch ANSI-Collections erscheinen. Und wenn sich in diesem Zug eine komplett neue Gruppe bildet um ein eigenes Artpack vorzustellen, stellt dies eine absolute Ausnahme dar. Roots veröffentlichte kürzlich deren erstes Artpack "Know your roots". Für uns Grund genug einen Blick hinter die Kulissen dieser sehr speziellen und wenig bekannten Kunstform zu wagen.

Zunächst etwas zur Geschichte dieser ganz eigenen digitalen Kunstform: Mit Einführung von MS-DOS 3 im Jahr 1984 wurde gleichzeitig der Treiber ANSI.SYS ins OS implementiert. Mit dessen Hilfe kann ein Spektrum von sechzehn verschiedenen Farben und acht unterschiedlichen Hintergründen dargestellt werden.

Viele ASCII-Artisten erkannten schnell die Vorzüge dieses von der American National Standards Institute (ANSI) festgelegten Standards und begannen damit zu arbeiten. Weil ein ANSI universell eingesetzt werden kann und die Künstler festgelegten Regeln folgen müssen, muss man sich im Gegenzug auf unterschiedlichen Computern oder Betriebssystemen über Kompatiblitätsprobleme keine Sorgen machen. Kurz nach der Einführung wurde zudem die Anzahl der möglichen Kommandos für die Erstellung der Bilder erweitert.

ANSIS wurden zunächst vorwiegend im Auftrag der illegalen BBS Szene erstellt. Nach dem Durchbruch des Internets und der Einführung neuer Grafikkarten für PCs verkam diese Kunstform leider zur reinen Spielerei. Anfangs hatten sich zahlreiche ANSI Gruppen mit Künstlern gebildet, die den Sysops (Betreibern) der Bulletin Board Systems (BBS) farbige Bilder für deren einzelne Conferences oder ganze Werbebilder erstellten.

Heute sind Leute, die sich teils über mehrere Wochen mit der Kreation nur eines Bildes beschäftigen sehr selten geworden. Die aktuelle Warezszene setzt darüber hinaus nur höchst selten farbige ANSIS ein. Auf der Website sixteen colours kann man noch mehr über die Hintergründe dieser speziellen Szene nachlesen oder eines der zahlreichen Artpacks downloaden, die dort verfügbar sind.

Anschauen kann man sich die farbigen ANSIS lediglich mit Hilfe eines speziellen Programmes, ansonsten erscheint z.B. in einem Texteditor lediglich ein Mischmasch aus verwirrenden Kommandos. Eines der Tools für die Darstellung von ANSIS ist der Pablo View, aber auch Acid View oder tundradraw etc. verrichten ihren Dienst für die Benutzer von Windows zuverlässig.

Wer sich nach Installation eines der Viewer ein Bild von "Know your Roots" machen möchte - das Artpack kann von hier herunter geladen werden.

(Via Bitfellas.org)

  • Auch ohne jetzt spezielle Gruppen oder einzelne Künstler aufzählen zu können, so fand ich diese Form der Kunst seit jeher eine der faszinierendsten im Computerbereich. Die simplen Mittel, (quasi) internationalen Standards folgend und damit (fast, was den erweiterten ASCII-Zeichensatz angeht) OS-unabhängig, die Kreativität, die aus eben diesen Ressourcen immer wieder aufs neue farbenprächtige und vielfältige Bilder und Welten entstehen ließ, der ...

  • also ich find die bilder voll geil, erinnern mich an die alten Quest-Games irgendwie. und die verschiedenen bilder die es auf www.sixteencolors.net gibt, sehn eucht sehr geil aus! allerdings scheints so momentan dass der server von denen down is. kann da keine pics mehr sehn

    starenchanter am 10.03.2008 20:15
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